Kurz vor Weihnachten, ein Geschenk namensgleichen. Wiesbaden erhält 145 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur.
Die 144 Millionen aus dem Sondervermögen kommen unbürokratisch. Die Kommunen entscheiden weitgehend selbst, wofür sie es einsetzen. Schulen, Straßen, digitale Netze, Feuerwehr, Sportanlagen oder die Sanierung öffentlicher Räume stehen im Fokus. Auch Orte wie die Maaraue in Kostheim, die seit Jahren zwischen Freizeitdruck und Sanierungsbedarf balanciert, rücken damit erneut in den Blick. Förderung wird hier zur Chance, Nutzung und Schutz neu auszutarieren.
Zwei Tranchen, ein Ziel
Insgesamt stellt der Bund 100 Milliarden Euro für Länder und Kommunen bereit. Hessen erhält daraus 7,4 Milliarden Euro, von denen 4,7 Milliarden direkt an die Kommunen gehen – ein Anteil von 63 Prozent. Zunächst verteilen Land und Kommunale Spitzenverbände drei Milliarden Euro. Weitere 1,7 Milliarden Euro folgen voraussichtlich 2029, angepasst an dann aktuelle Einwohnerzahlen und Finanzkraft. Das Modell soll fair bleiben, auch wenn sich Städte verändern.
Wiesbaden profitiert früh
Für Wiesbaden stehen aus der ersten Tranche 144.671.308 Euro bereit. Die Stadt kann sofort mit Projekten beginnen, auch wenn das Geld erst nach erbrachter Leistung abgerufen wird. Das Land richtet dafür ein Mittelabrufverfahren ein. Klingt technisch, bedeutet aber vor allem eines: Baustart ohne Wartezimmer.
Kommunalfreundlicher Kurs
Hessens Finanzminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz betont den politischen Ansatz: Das Land vertraut den Kommunen und überlässt die Verteilung bewusst den kommunalen Spitzenverbänden. Der Hessische Landtag muss die Regelung noch bestätigen, doch größere Hürden gelten als unwahrscheinlich. Das Hessische Infrastrukturförderungsgesetz soll im März 2026 verabschiedet werden.
Mehr als Beton
Das Sondervermögen zielt nicht nur auf Beton und Asphalt. Es stärkt Lebensqualität, Wachstum und Resilienz. Auch kommunalersetzende Träger profitieren, etwa im Bildungs- oder Sozialbereich. Für Wiesbaden eröffnet sich damit Spielraum – von der Sanierung über den Ausbau bis zur klugen Weiterentwicklung bestehender Orte.
Symbolfoto ©2025 Volker Watschounek
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