Eine durchgängige Busspur auf dem 1. Ring, die Umweltspur, soll den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in der Innenstadt attraktiver machen und damit langfristig für weniger Staus sorgen.

Ab Montag, 29. Juni, werden auf dem 1. Ring zwischen Moritzstraße und Schiersteiner Straße weitere Abschnitte der von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Umweltspur markiert. Im Zuge der Maßnahme wurde auch die derzeitigen Markierungen und Beschilderungen am 1. Ring überprüft.

Markierungsarbeiten 1. Ring

Markierungsarbeiten 1. Ring Foto: Volker Watschounek / Wiesbaden lebt!

Im Ergebnis entsprechen viele Teilbereichen nicht mehr den aktuellen Regeln zur Sicherheit und Barrierefreiheit für den Fußgängerverkehr. Diese schreiben zwingend vor, dass zwei Kinderwägen oder Rollstühle auch im Gegenverkehr auf dem Bürgersteig Platz finden müssen. Dies führt dazu, dass nach den Markierungsarbeiten die Gehwege entsprechend verbreitet werden, indem die Parkplätze in diesem Abschnitt entfallen. Wann bzw. ob diese Arbeiten gleich nächste Woche durchgeführt werden, ist nach aktuellen Informationen nicht zweifelsfrei klar. Unstrittig ist, dass auch in der Gegenrichtung noch Kanalarbeiten stattfinden und es daher vor allem in Stoßzeiten zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen kann.

Pendlern aus dem Taunus in Richtung Frankfurt oder Mainz wird empfohlen, auf den 2. Ring beziehungsweise weiträumig auf die B260 und die A3 ausweichen. Parallel zu den Arbeiten werden außerdem weitere Ampeln für die zukünftige digitale Verkehrssteuerung fit gemacht. werden. Im Einzelnen sind folgende Kreuzungen betroffen.

• Montag, 29. Juni, B455 / Schultheißstraße/Sonnenstraße
• Dienstag, 30. Juni, Gustav-Stresemann-Ring/Berliner Straße
• Mittwoch, 1. Juli, Kostheim, Hochheimer Straße/Uthmannstraße
• Donnerstag, 2. Juli, Biebricher Allee/Fischerstraße

An den jeweiligen Tagen wird der Verkehr mit Verkehrsposten geregelt.

Der Umwelt zuliebe

Mit einer durchgehenden Fahrspur für den Busverkehr auf dem 1. Ring vom Sedanplatz bis zur Berliner Straße – den neuen Umweltspuren – soll das Staurisiko verringert und eine flüssigerer Verkehr in der Innenstadt erreicht werden. Die Umweltspuren in beide Richtungen sind Teil des hessischen Luftreinhalteplans für die Stadt Wiesbaden, mit dem ein Dieselfahrverbot abgewendet werden konnte.
Insbesondere in den Hauptstoßzeiten soll die Trennung des Bus- und Auto- bzw. Lkw-Verkehrs langfristig zu einer Verflüssigung des Verkehrs führen. Parallel dazu soll mit Einführung der Umweltspur der Verkehr vom 1. auf den 2. Ring verlagert werden, so dass langfristig auf Bismarckring, Kaiser-Friedrich-Ring und dem Gustav-Stresemann-Ring mit einem rückläufigen Verkehrsaufkommen zu rechnen sein wird.

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Weitere Informationen zu Wiesbadens Umweltspuren finden Sie unter www.wiesbaden.de.

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