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Wiesbaden sieht rot. GOJ-T-A-TR-2

Wiesbaden sieht rot: Appell der freien Kulturszene

Am gestrigen Freitag, dem 13. Oktober, haben sich die Fassaden der Kulturhäuser in Wiesbaden in tiefem Rot gewandelt. Dieses beeindruckende Bild ist ein Hilferuf der freien Kulturszene der Stadt, der an die Herzen der politischen Entscheidungsträger appelliert.

Volker Watschounek 6 Monaten vor 0

Wiesbadens Kultureinrichtungen strahlten rot. Die Botschaft war nicht zu übersehen. Die Kultur sieht rot und fragt: Setzt die Stadt die freie Kulturlandschaft aufs Spiel?

Am gestrigen Freitag, dem 13. Oktober, wurden Wiesbadens Kulturhäuser in ein tiefes, markantes Rot getaucht. Dieses unübersehbare Signal stammt von der freien Kulturszene der Stadt und dient als verzweifelter Notruf an die Entscheidungsträger der städtischen Politik. Der Arbeitskreis Stadtkultur mit sämtlichen darin vertretenen Kulturträger sieht rot, – und versuchte auf diese Weise, auf die massiven Bedrohungen aufmerksam zu machen, die der freien-gemeinnützigen Kulturszene durch die geplanten drastischen Haushaltskürzungen drohen.

Streichungen, ein solcher Aderlass lässt sich nicht durch den Einkauf von günstigerem Toilettenpapier oder dem Ausschalten von Licht einsparen.

Marian Drabosenik

Die geplante Reduzierung des Kultur- und Sozialetats im Haushalt 2024/25 hat die Kulturszene in Wiesbaden in helle Aufregung versetzt. Der erste Haushaltsentwurf sieht eine drastische Kürzung von 20 Prozent im Vergleich zum Etat von 2022 vor. Doch dieser Schritt würde nicht nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten decken, betont Marian Drabosenik, Geschäftsführer des Thalhauses. Gerade auch angesichts der gestiegenen Inflation und der rasanten Energiepreissteigerungen.

Kultur und Soziales gehören zusammen! In ihrer Bedeutung und ihrem Wert für die Gesellschaft sind es zwei Seiten ein und derselben Medaille und sie können nicht auseinanderdividiert werden.

Margarethe Goldmann

Die Vertreter der Kulturszene betonen, dass es noch nicht zu spät ist. Margarethe Goldmann, Sprecherin des Arbeitskreises Stadtkultur, appelliert an die Verantwortlichen in der Politik, ihre Sparmaßnahmen anders zu verteilen. Ein Festhalten an den bisherigen Plänen könnte das Aus für viele freie Kulturbetriebe bedeuten.

Die Kulturinstitutionen stehen nicht nur solidarisch zueinander, sondern auch zu den Sozialträgern der Stadt, bei denen ähnlich einschneidende Sparmaßnahmen geplant sind. Dies verdeutlichten sie bereits bei der Demonstration am 28. September.

Hier geht es ganz klar um den Wegfall von Arbeitsplätzen. Denn an den Kosten für Mieten, Energie, Gehälter oder Honorare kann nicht gerüttelt werden.

Margarethe Goldmann

Die freie Kulturszene in Wiesbaden spielt eine bedeutende Rolle in der Stärkung des Gemeinwesens, der Förderung demokratischer Strukturen, der Eröffnung fruchtbarer Diskurse und der Entwicklung von Perspektiven für ein gutes Zusammenleben.

 

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Der Arbeitskreis Stadtkultur stellt daher die Frage: Will die Stadt wirklich all dies aufs Spiel setzen? Die in Jahrzehnten gewachsene und anerkannte Kulturszene kann sich nicht vorstellen, dass sie von der Stadt tatsächlich kaputtgespart werden soll. Die rote Alarmbeleuchtung, die gestern die Fassaden der Kulturhäuser erhellte, sollte eine unübersehbare Botschaft sein, die an die politischen Entscheidungsträger gerichtet ist: Wiesbaden sieht rot und benötigt dringend Unterstützung, um die reiche kulturelle Vielfalt der Stadt zu erhalten.

Alle Fotos ©2023 Freie Kulturszene?

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Die Internetseite der ersten Aktion Alarmstufe Rot finden Sie unter alarmstuferot.org

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Geschrieben von

Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.