Hessens Wälder sind nahezu ausgetrocknet. Der kleinste Funkenschlag genügt, um großen Schaden anzurichten. In ganz Deutschland herrscht erhöhte Waldbrandgefahr.

Für Hessens Feuerwehren herrscht Alarmstufe II. Die Feuerwehren stellen so sicher, dass die deutschen Wälder – auch die in und um Wiesbaden – verstärkt überwacht und kontrolliert werden. Die Forstverwaltung stellt den Worten von Ministeriumssprecher Christoph Zörb nach in ganz Hessen die technische Einsatzbereitschaft sicher. Besonders hoch sei die Waldbrandgefahr aktuell in Mittel- und Südhessen.

„Wenn sich alle an diese einfachen Grundregeln halten, können wir große Waldbrände wahrscheinlich vermeiden.“ – Ministeriumssprecher Christoph Zörb

Das Ministerium ruft die Waldbesucher dazu auf, die Waldwege und Zufahrten stets freizuhalten. Sie dürften nicht mit Fahrzeugen blockiert werden. Rauchen und wilde Grillfeuer sind verboten. Auf Grillplätzen muss die Glut beim Verlassen gelöscht werden. Wer ein Feuer im Wald entdeckt, sollte sofort die Feuerwehr (Notruf: 112) informieren.

„Hessens Grillplätze sind unter Einhaltung aller Regeln weiterhin offen.“  – Ministeriumssprecher Christoph Zörb

Eine Sperrung von Grillplätzen ist nach den Worten Zörbs derzeit noch nicht nötig. Sie kann notwendig werden, wenn die höchste Alarmstufe ausgerufen wird. Wird die Alarmstufe angehoben, beginnt – neben örtlichen Sperrungen von Waldwegen – auch die Luftüberwachung der Wälder.

Waldbrandgefahrenprognosen

Der deutsche Wetterdienst (DWD) stellt während der Waldbrandsaison von März bis Oktober täglich aktualisierte Waldbrandgefahrenprognosen für Deutschland bereit. Die Gefährdungslage für das Auftreten von Waldbränden wird dabei in Deutschland nach dem M-68-Modell berechnet. Dieses Modell gliedert die Waldbrandgefahr in 5 Stufen, wobei Stufe 1 eine sehr geringe, Stufe 5 eine sehr hohe Waldbrandgefahr signalisiert. Neben meteorologischen Parametern wie Luftfeuchte, Lufttemperatur, Niederschlagssumme der letzten 24 Stunden und Windgeschwindigkeit fließen auch der Entwicklungsstand der Vegetation und das waldspezifische Brandrisiko in das Modell mit ein.

Unter Zugrundlegung dieser Prognose sowie weiterer Faktoren, wie der Bodenfeuchte, dem bisherigen Witterungsverlauf und Brandgeschehen sowie Einschätzung der Großwetterlage wird vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ggf. eine der beiden Hessischen Waldbrandalarmstufen ausgelöst. Bereits im Vorfeld werden die betroffenen Dienststellen, der Landesbetrieb HESSEN-FORST, und das für den Brand- und Katastrophenschutz zuständige Innenministerium über die beabsichtige Maßnahme informiert. Während der Gefahrenphase besteht fortlaufend Kontakt.

Die Alarmstufe 1 ist eine Vorstufe zur Alarmstufe 2. Bei Alarmstufe 2 herrscht eine sehr hohe Waldbrandgefahr, die u.a. eine verstärkte Luftbeobachtung und die Möglichkeit zur Sperrung von Grillplätzen und Waldflächen beinhaltet.

Die aktuelle Lage finden Sie in der Rubrik: Waldbrandgefahr

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