Am Mittwochabend überwog die Einsicht, das Erreichen der Play-offs wird immer schwerer – ist gar abzuschreiben. Zu groß ist der Rückstand. Zu schwer sind die nächsten Gegner – andererseits.

Leider waren es am Ende wieder die falschen Spielerinnen, die nach packenden 120 Minuten die Arme nach oben rissen – und so gelang es der Mannschaft von Chef-Trainer Dirk Groß wieder nicht, notwendige Punkte für den achten Playoff-Platz gut zu sammeln.

VC Wiesbaden – Rote Raben Vilsbiburg, kurz gefasst

Satz 1: 18 – 25, 15 Minuten
Satz 2: 25 – 23, 29 Minuten
Satz 3: 29 – 31, 40 Minuten
Satz 4: 15 – 25, 26 Minuten

MVP Gold Canon Thompson, Vilsbiburg, Silber Tanja Großer, VCW

Es war nicht der Tag der Wiesbadenerinnen. Nach schwachen ersten Minuten, in denen nur wenig gelingen wollte, bissen sich Wiesbadens Volleyballerinnen zurück ins Spiel. Die Raben aus Vilsbiburg, die vergangenen Samstag das Topteam der Volleyball-Bundesliga aus Dresden mit 0:3 geschlagen hatten, hatten im ersten Satz noch leichtes Spiel (18:25). In der Satzpause von Wiesbadens Trainerteam besser eingestellt, erwachte bei den Hessinnen im zweiten Durchgang das Kämpferherz. Der VCW führte von Beginn an und bemühte sich mit kraftvollen Angriffsschlägen, das äußerst sicher stehende Abwehrbollwerk der Bayern zu durchschlagen. Am Ende war diese Taktik genau richtig. Nele Barber schloss den zu 25:23  für Wiesbaden ab.

„Die Enttäuschung ist natürlich sehr groß. Aber gleichzeitig sieht man auch, wieviel Potenzial in dem Team steckt. Es hat heute wirklich alles gegeben und davor habe ich großen Respekt.“ – Dirk Groß, Chef-Trainer VCW

Nach Sätzen 1:1 war der 3. Satz spielentscheidend. Beflügelt von dem Satzgewinn im zweiten Satz, spielten die Spielerinnen des VCW stark auf und zogen leicht davon, bevor die Gäste aus Vilsbiburg Mitte des Durchgangs auf einmal mit 16:15 in Führung gingen. Beinahe jeder der folgenden Ballwechsel wurde mit offenem Visier ausgetragen. Kein Ball wurde verloren gegeben, sodass der dritte Satz allein 37 Minuten dauerte. Ab dem 20. VCW-Punkt verfolgten die Zuschauer die Partie stehend. Leider nutzten die Gastgeberinnen keinen ihrer drei Satzbälle, um im Spiel in eine Satzführung zu gehen. Da half es auch nicht, dass man seinerseits drei Satzbälle der Raben abzuwehren wusste. Am Ende verlor Wiesbaden  den Satz mit 29:31 – und damit das gesamte Spiel.

„Aber es wird immer besser und das wird es auch in den nächsten sieben Spielen noch.“ – Dirk Groß, Chef-Trainer VCW

Nach dem Spiel zeigte sich Trainer Dirk Groß optimistisch. Im Pressegespräch erkläre der Coach: Wir haben, wie so oft in letzter Zeit, heute viele kleine Fehler gemacht. Aber es wird immer besser und das wird es auch in den nächsten sieben Spielen noch. Die nächste Möglichkeit, wichtige Punkte für die Tabelle zu sammeln, hat der VCW bereits am Sonntag. Dann ist der Aufsteiger NawaRo Straubing zu Gast  in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit. Los geht es um 16 Uhr. Bis dahin ist die Aufholjagd in der Tabelle der Volleyball Bundesliga erstmal vertagt.

Volleyballbundesliga, Damen, 2018.2019, 17. Spieltag, Ergebnisse

USC Münster 03:01 VCO Berlin
SWE Volley Team 01:03 VfB Suhl Thüringen
PTSV Aachen 00:03 Schweriner SC
Rote Raben Vilsbiburg 03:00 Dresdner SC
FTSV Straubing 00:03 Allianz Volley Stuttgart
USC Münster 00:03 SC Potsdam
PTSV Aachen 03:00 VCO Berlin
1.VC Wiesbaden 01:03 Rote Raben Vilsbiburg

Volleyballbundesliga, Damen, 2018.2019, 17. Spieltag, Tabelle

Platz Mannschaft Sp S N Sätze Diff Pkt
1 Allianz Volley Stuttgart 15 15 0 45:5 40 43
2 Schweriner SC 15 14 1 43:11 32 40
3 Dresdner SC 15 10 5 35:17 18 32
4 SC Potsdam 15 8 7 32:25 7 28
5 PTSV Aachen 16 9 7 32:27 5 27
6 USC Münster 16 9 7 30:28 2 25
7 Rote Raben Vilsbiburg 15 8 7 26:22 4 24
8 VfB Suhl Thüringen 15 8 7 27:28 -1 23
9 1.VC Wiesbaden 15 6 9 24:34 -10 16
10 FTSV Straubing 15 3 12 14:39 -25 10
11 SWE Volley Team 15 2 13 13:40 -27 7
12 VCO Berlin 17 0 17 6:51 -45 1

Impressionen vom Spiel

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