Tauben gelten als Plage. Gerne werden sie von Städtern als „Luftratten“ bezeichnet. Wiesbaden versucht die Population einzudämmen und zu kontrollieren.

Anfang August informierte Bürgermeister Oliver Franz dass in Wiesbaden das Augsburger Modell ausgebaut werde (Wiesbaden lebt! berichtete) und zentral neue Taubeschläge errichtet werden. Einer davon befindet sich im ehemaligen Palasthotel.

„Der Taubenschlag am Kranzplatz ist der erste einer Reihe von neuen Schlägen, mit deren Hilfe die Taubenpopulation in Wiesbaden tierschutzgerecht reduziert werden soll.“ – Bürgermeister Dr. Oliver Franz.

Am Montag war es soweit. Gegenüber der Hessischen Staatskanzlei wurde der erste von zwei geplanten Schlägen in Betrieb genommen. Mit einer Größe von 40 Quadratmetern bietet er in insgesamt 30 Brutkästen Platz für 80 bis 90 Tauben. Betreut wird er vom Stadttaubenprojekt Frankfurt.

„Im kommenden Frühjahr wird ein weiterer Schlag im Parkhaus Mauritiusgalerie folgen.“ – Bürgermeister Dr. Oliver Franz.

Im Rahmen des „Augsburger Modells“ werden in den betreuten Schlägen Taubeneier durch Gipsattrappen ersetzt und so die Taubenpopulation schonend reduziert. Die Kooperationspartner hatten sich darauf verständigt, die Zahl der betreuten Taubenschläge zu erhöhen, um die Zahl der Stadttauben deutlich zu reduzieren.

Taubenzählung im Stadtgebiet

Zusätzlich hat das Ordnungsamt eine Biologin beauftragt, weitere stark von Tauben frequentierte Bereiche in der Innenstadt zu identifizieren und dort Taubenzählungen durchzuführen. Aus den Ergebnissen dieser Zählungen lässt sich erkennen, wo weitere Taubenschläge benötigt werden. Die Taubenzählung wird nach einiger Zeit erneut durchgeführt, um den Erfolg des Projektes zu überprüfen.

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