In Wiesbaden und Mainz gingen am Donnerstagmorgen die Lichter aus: Ampelanlagen, Computer, Kühlschränke, elektronische Türen, nichts ging mehr.

Noch bevor der Stromversorger ESWE Versorgung die Medien informieren konnte, verbreitete sich die Meldung über soziale Netzwerke. Für viele dauerte der Spuk etwa 30 Minuten. Nach und nach gingen die Lichter dann in Wiesbaden und Mainz wieder an.

Kurzschluss

Ursache war ein Fehler im Hochspannungsnetz (110 kV-Netz): Im Umspannwerk in der Kurfürstenstraße war es um 7.21 Uhr zu einem Kurzschluss gekommen. Das verrauchte Werk wurde mit CO2 geflutet. Nachdem das Untergeschoss lange erst einmal nicht begehbar war, haben ESWE-Experten inzwischen mit der Ursachenforschung begonnen. Mit einer abschließenden Klärung ist heute jedoch nicht mehr zu rechnen.

Wieder am Strom

Bereits um 7:45 Uhr waren weite Teile Wiesbadens wieder mit Strom versorgt. In Ortsteil Biebrich hat alles etwas länger gedauert. Durch sukzessives Zuschalten im Mittelspannungsnetz war dies gegen 8.40 Uhr dann auch erfolgt. Um 11.01 Uhr gelang es ESWE-Mitarbeitern, das Umspannwerk in der Glarusstraße wieder ans Netz zu nehmen. Dort sind nun drei der vier Transformatoren in Betrieb. Damit fließt der Strom auch bei InfraServ seit 11.14 Uhr wieder.

Lagebericht

Laut Auskunft der Wiesbadener Polizei ist der große Verkehrs-Kollaps  ausgeblieben. Die Autofahrer hätten sich zwar erst einmal orientieren müssen – ohne Ampelanlagen – sich dann aber schnell zurechtgefunden und behutsam reagiert. ∆

follow me, folge Wiesbaden lebt

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann folgen Sie uns auf Twitter oder Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!