Noch 17 Tage haben Wiesbadener und Schiersteiner Zeit, Ihr Votum für den Erhalt der Hafenschule abzugeben und die AG Hafenschule und ihre Interessen zu unterstützen. 1 941 haben dies bis jetzt getan.

Aus pädagogischer Sicht spricht nichts für die Kombination verschiedener Altersstufen und die Zusammenlegung der Erich Kästner– und der Hafenschule in Schierstein. Die Landeshauptstdat versuche seit Jahren gemeinsamen Schulstandorte zu vermeiden oder aufzulösen, so der Stadtelternbeirat. „Aus pädagogischer Sicht spricht nichts für eine Kombination verschiedener Altersstufen“ – (Stellungnahme). Dass es trotzdem zu der Entscheidung kam, die Planungen für einen gemeinsamen Standort aufzunehmen sei wohl „den hektischen Haushaltsverhandlungen“ geschuldet, in denen sich die Stadtverordneten „hauptsächlich auf das Votum des Ortsbeirates gestützt haben“.

„Beide Schulen müssen saniert oder neu gebaut werden.“ – Stellungnahme Stadtelternbeirat

Auch der Stadtelternbeirat sieht für beide Schulen in Bezug auf Bausubstanz und Verfügungsflächen eklatante Mängel, die dringend behoben werden müssen: „Beide Schulen müssen saniert oder neu gebaut werden. Dass das aber an einem gemeinsamen Standort passieren soll, ist nur den sich überschlagenden Haushaltsberatungen geschuldet“, heißt es in der Stellungnahme. Allerdings sei nicht einmal geprüft worden, ob ein Neubau/Sanierung beider Schulen an ihrem jeweiligen Standort möglich und sinnvoll ist.

„Die Zusammenlegung einer Grundschule mit einer weiterführenden Schule birgt aufgrund der unterschiedlichen Altersstrukturen immer ein gewisses Konfliktpotenzial.“ – Fazit Schuldezernat

Vor dem Hintergrund der über Jahrzehnte sich verschlechternden baulichen Situation der Wiesbadener Schulen bringt der Stadtelternbeirat durchaus Verständnis für die Entscheidung des Ortsbeirates auf. Das könne „aber nicht das Prinzip einer verantwortlichen Bildungspolitik sein. Dafür wäre in Wiesbaden schließlich das Schuldezernat zuständig, das im Rahmen der damaligen Machbarkeitsstudien“ zu einem anderen Schluss kam.

„Wenn dem Schul- und Elternwunsch mit einem geringeren Einsatz von Mitteln entsprochen werden kann, ist dieser Variante der Vorzug zu geben“ – Schuldezernat Wiesbaden

Nach Auffassung des Schuldezernates der Landeshauptstadt bringe die Zusammenlegung einer Grundschule mit einer weiterführenden Schule aufgrund der unterschiedlichen Altersstrukturen immer ein gewisses Konfliktpotenzial mit sich. Des weiteren werde mit dieser Variante (Kleine Lösung) dem Elternwunsch der Hafenschule entsprochen. Dem finanziellen Aspekt sei Rechnung zu tragen. Wenn dem Schul- und Elternwunsch mit einem geringeren Einsatz von Mitteln entsprochen werden könne, „ist dieser Variante der Vorzug zu geben.“ Der Schulelternbeirat stimmt dem uneingeschränkt zu: „Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.“

Hafenschule am historischen Standort im Herzen von Schierstein erhalten!

Die AG Hafenschule, die sich seit Monaten mit mehreren Aktionen, für den Erhalt der Hafenschule einsetzt, hat inzwischen 1.700 Unterschriften für eine Online-Petition (https://www.openpetition.de/petition/online/hafenschule-am-historischen-standort-im-herzen-von-schierstein-erhalten) gesammelt. Neuerdings setzt sich die Initiative auch mit Infoständen vor allem in Schierstein für den Neubau der Hafenschule an ihrem jetzigen Standort ein.

Das fordert der Stadtelternbeirat

• Die jahrelange Verschleppung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen darf nicht dazu führen, dass nun überstürzt Fakten geschaffen werden, die als gebaute Realität falsche Akzente für Jahrzehnte setzen.
• Gebraucht wird nicht ein „große“, sondern eine „gute Lösung“. Eine ergebnisoffene Prüfung von Neubau/Sanierung beider Schulen an ihrem jeweiligen Standort ist einzuleiten.
• Kurzfristige wirtschaftliche Interessen dürfen nicht Grundlage langfristiger schulpolitischer Entscheidungen werden.
• Die Verankerung einer Schulgemeinschaft im örtlichen Umfeld stellt einen hohen Wert dar. Einbindung und Akzeptanz der Hafenschule sind beispielhaft und müssen Berücksichtigung finden.
• Dem wachsenden Ortsteil ist mit dem Erhalt von zwei Schulgrundstücken Rechnung zu tragen.
• Alle Schulbaumaßnahmen müssen als partizipatorische Prozesse geführt und in enger Kooperation mit den Schulgemeinschaften betrieben werden.

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