Sie haben sich freiwillig für die Fahrradstaffel gemeldet und freuen sich auf ihre Ausfahrten: Francisco Marino, Julia Asani, Eugen Tart und Daniel Jahn die Einsatzkräfte der ersten Stunde.

Mit der Inbetriebnahme der Fahrradstaffel ist die Landeshauptstadt seit Dezember mittendrin: im nächsten Schritt der Weiterentwicklung der Verkehrspolizei hin zur Gewährleistung von mehr Verkehrssicherheit und leistungsfähigeren Kontrollen.

„Die neue Fahrradstaffel ist eine sinnvolle und effektive Ergänzung im verkehrspolizeilichen Instrumentarium.“ – Andreas Kowol, Verkehrsdezernent

In Städten wie Frankfurt oder Köln habe sich gezeigt, wie wirksam eine Fahrradstaffel in den unterschiedlichsten verkehrspolizeilichen Aufgabenfeldern eingesetzt werden könne, so Andreas Kowol bei der Vorstellung beim 3. Polizeirevier. Amtsleiter Winnrich Tischel war sichtlich stolz auf die neue Fahrradstaffel und auch die Verkehrspolizisten freuen sich auf den Beginn der Radstreifendienste mit den vier neuen E-Bikes des Darmstädter Radbauers Riese & Müller im Gesamtwert von 18000 Euro. Der Akku der neuen 26 Kilogramm schweren Bikes reicht in etwa für 600 bis 80 Kilometer, bei sportlich Ambitionierten Streifen auch schon mal für 140 Kilometer.

„Wir haben ganz bewusst vier E-Bikes entschieden und nicht für die schnelleren Pedelecs. Mit den neuen E-Bikes ,dürfen die Beamten auf allen Radverkehrsanlagen oder Strecken ohne eine Sondererlaubnis zu benötigen, fahren: , also zum Beispiel auch in Fußgängerbereichen, wenn diese für den Radverkehr freigegeben sind.“ – Winnrich Tischel, Amtsleiter

Mit der allgemeinen Verkehrszulassung sind die Radstreifen sehr flexibel in der Lage, die  unterschiedlichsten verkehrspolizeilichen Aufgaben wahrzunehmen: von der Ahndung von Parkverstößen, dem Schutz von Radverkehrsanlagen über die Kontrolle von Sondernutzungserlaubnissen bis hin zu Verstößen im Fließverkehr. Mit der deutlich mehr Flexibilität sind die Fahrradstreifen ihren Kollegen mit Auto gegenüber im Vorteil. Schnell können sie mit ihren E-Bikes auch in entlegene, schmale, unwegsame oder durch Sperrpfosten für PKW nicht erreichbare Bereiche vordringen, und auch in den Außenbezirken sichernd auf Feld- und Waldwegen unterwegs.

„Für uns als Verkehrspolizei ist die Fahrradstaffel Neuland. Wir begegnen hier den Rad- und Auto-fahrenden Verkehrsteilnehmern aus Sicht der Radfahrer auf Augenhöhe.“ – Winnrich Tischel, Amtsleiter

Da die Radstreifen so flexibel in allen möglichen Bereichen eingesetzt werden können, möchte Tischel von Beginn an die Einsatzzwecke so wenig wie möglich einschränken. Die zwei Doppelstreifen sollen in den ersten Wochen in vielen unterschiedlichen Aufgabenbereichen Erfahrungen sammeln. In jedem Fall ist vorgesehen, die Radstreifen  verstärkt zur Sicherung der Radverkehrsanlagen, zur verkehrspolizeilichen Begleitung von Fahrradkorsen und Umzügen, zur verkehrlichen Überwachung von Grünanlagen, zum verkehrlichen Feld-, Umwelt- und Naturschutz, zur verkehrlichen Überwachung von Fußgängerzonen sowie in allen Fällen, in denen man mit dem Fahrrad gegenüber dem Streifenwagen im Vorteil ist, einzusetzen.

„In örtlicher Hinsicht spricht vieles dafür, dass wir die Fahrradstaffel intensiv entlang der Rheinschiene einsetzen werden. Hier werden die Radstreifen mit ihrer Beweglichkeit und Flexibilität in vielen Fällen dem Einsatz eines Streifenwagens überlegen sein“ – Winnrich Tischel und Andreas Kowol

Gerade in der schönen Jahreszeit warten von Schierstein bis Kostheim reihenweise Aufgaben auf die Radstreifen: von der Verkehrsregelung auf der Maaraue beim Schwimmbadbetrieb, der Regelung des Miteinanders von Fußgängern und Radfahrern am Rheinufer entlang, der Verkehrsüberwachung der Fußgängerzone im Schiersteiner Hafen, dem Schutz der Wasserschutzgebiete und des Dammbereiches im Hafen, der Bekämpfung des illegalen Befahrens im Bereich Kransand und Reduit bis hin zur Unterbindung des verkehrswidrigen Fahrens nach Überqueren der Mainbrücke in Kostheim, um nur einige zu nennen.

„Im Innenstadtbereich, insbesondere in den freigegebenen Fußgängerzonen, gilt es Beschwerden nach unsachgemäß abgestellten Fahrrädern nachzugehen – oder das zu schnelle Fahren von Radfahrern zu verfolgen. Denn auch hier gilt: Wer zu schnell unterwegs ist, bezahlt ein Bußgeld.“ – Winnrich Tischel, Amtsleiter

Mittelfristig möchte Tischel aber auf jeden Fall auch den Einsatz der Fahrradstaffel im Innenstadtbereich insbesondere bei hoher Verkehrsdichte gegen Verstöße im Fließverkehr testen. „Nach meiner Überzeugung kann man mit den Fahrrädern im Innenstadtbereich auf engstem Raum auch hervorragend gegen Raser und Poser ebenso wie gegen Verkehrsrowdies auf zwei Rädern vorgehen“, ist sich der Amtsleiter sicher.

Francisco Marino, Julia Asani, Eugen Tart, Daniel Jahn Foto: Volker Watschounek

Francisco Marino, Julia Asani, Eugen Tart, Daniel Jahn Foto: Volker Watschounek

 

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Die offizielle Internetseite der Kommunale Verkehrspolizei finden Sie unter www.wiesbaden.de

 

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