Die Öffentlichen Auftraggeber müssen bei der Bekämpfung von illegal Beschäftigter als gutes Beispiel voran gehen und sich intensiv mit den aufgedeckten Umständen im Fall der Baustelle Mauritius Passage auseinandersetzen.

Leider gibt es immer wieder schwarze Schafe unter den Bauunternehmern, die notleidende Menschen ausbeuten und außerhalb der gesetzlichen Regeln beschäftigen, kritisierte Simon Rottloff, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) und Bundestagskandidat der SPD Wiesbaden, den in den vergangenen Wochen aufgedeckten Fall von Schwarzarbeit auf der Baustelle Mauritius-Parkhaus

„Gerade Arbeiter aus Osteuropa werden häufig mit dem Versprechen auf gut bezahlte Arbeit nach Deutschland gelockt und dann ausgebeutet. Der versprochene Lohn wir nicht gezahlt, die Arbeiter hausen häufig in Baracken oder auf der Baustelle, ihre Papiere werden einbehalten.“ – Somin Rottloff, SPD Wiesbaden

„Hier müssen wir ansetzen und in Zukunft sicherstellen, dass wir illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit weiter zurückdrängen. Besonders dort, wo die Stadt oder eine städtische Gesellschaft als Auftraggeber auftritt, darf so etwas nicht passieren“, insistiert der Gewerkschafter Rottloff. „Wir müssen uns als Stadt Wiesbaden mit dem Thema auseinandersetzen und Bedingungen schaffen, mit denen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung nachhaltig unterbunden werden“, erklärt Rottloff.

Schwarze Listen

Ein wirksames Mittel wäre der sofortige Ausschluss solcher Firmen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge – auch von städtischen Unternehmen. Ein Abgleich solcher ‚schwarzer Listen‘ innerhalb der kommunalen Familie sei hier denkbar.

Von anderen lernen

„Öffentliche Auftraggeber und damit auch die Stadt Wiesbaden müssen bei der Unterbindung illegaler Beschäftigung als gutes Beispiel voran gehen. Wir Sozialdemokraten werden uns mit dieser Frage auseinandersetzen. Andere Kommunen haben bereits Modelle entwickelt, um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung besonders auf dem Bau einzudämmen und zu verhindern. Hier gilt es für Wiesbaden, von den Anderen zu lernen“, erklärt Rottloff abschließend.

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