Rena Schwarz bringt Märchen ins Heute, stellt Rollenbilder infrage und verbindet Humor mit Tiefgang im Theater im Pariser Hof.
Im Theater im Pariser Hof dreht Rena Schwarz die vertrauten Geschichten einmal kräftig durch den Fleischwolf der Gegenwart – und serviert daraus kluge, bissige Unterhaltung. Sie erzählt nicht einfach neu. Sie hinterfragt, zerlegt und setzt wieder zusammen. Dabei bleibt kein Märchen unberührt.
thalhaus, kurz gefasst
Kabarett – Prinzessin ist auch kein Traumjob
Eintritt: 26,00 Euro im Vorverkauf, ermäßigt 21,00 Euro – an der Abendkasse teurer
Wann: Mittwoch, 25. März, 20:00 Uhr
Wo: thalhaus, Nerotal 18, 65193 Wiesbaden
Rena Schwarz stellt die Welt der Brüder Grimm mitten in unsere Gegenwart. Hänsel und Gretel verirren sich nicht mehr im Wald, sondern verlieren das GPS-Signal. Das Hexenhaus müsste heute WLAN anbieten – und bitte glutenfreien Lebkuchen. Was zunächst wie ein Gag klingt, entwickelt schnell eine überraschende Tiefe.
Die Künstlerin beobachtet genau, vergleicht und kommentiert. Sie erkennt in alten Geschichten moderne Lebensrealitäten: Patchwork-Familien, überforderte Eltern, seltsame Rollenbilder. Sie fragt, warum Prinzessinnen immer noch warten müssen. Und sie stellt fest, dass Märchen oft näher an der Realität liegen, als man glaubt.
Humor mit scharfer Kante
Schwarz spielt mit Sprache, Perspektiven und Erwartungen. Sie singt, sie spitzt zu, sie bricht ab – und trifft dabei immer wieder ins Schwarze. Zwischen liebevollem Witz und bitterböser Ironie entsteht ein Abend, der unterhält und zugleich zum Nachdenken zwingt.
Am Ende bleibt die Frage: Sind Märchen wirklich aus der Zeit gefallen – oder haben wir sie nur nie richtig verstanden?
Foto – Rena Schwarz ©2025 Privat
Weitere Nachrichten aus dem Nordost/Nerotal lesen Sie hier.
Die Internetseite des thalhaus-Theater finden Sie unter www.thalhaus.de.
Mehr von Rena Schwarz.



Leichtweißhöhle öffnet am 1. April
Nerobergbahn: Wiesbadens Klassiker rollt wieder
Wenn Humor älter wird: Martin Herrmann singt über das Altern
Jam-Session, Jazz im thalhaus Wiesbaden
Wenn das Leben lacht: Jan van Weyde in Wiesbaden
Wenn das Herz lacht: Ingo Oschmann zündet seinen „HerzScherz“ 
