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Leichtweißhöhle

Leichtweißhöhle wieder geöffnet

Es heißt, schon Kaiser Wilhelm und seine Gattin seien in der Leichtweißhöhle gewesen. Einen schlechten Ruf erhielt sie zu Zeiten des Nationalsozialismus. Die Gestapo soll hier Menschen gefoltert haben. Heute hält sie einen Dornröschenschlaf.

Volker Watschounek 2 Jahren vor 0

In der Romantik entstanden viele Ritter-, Räuber- und Liebesgeschichten. Die Geschichte von Heinrich Anton Leichtweiß ist eine davon – sie beruht auf Tatsachen.

Kennen Sie Heinrich Anton Leichtweiß? Der in Jugendheim bei Sprengungen geborene ehrbare Bäcker und Gastwirt lebte in Dotzheim, – bis er als Wilderer in Ungnade gefallen ist. Das war im 18. Jahrhundert. Bis er als Wilddieb aufgeflogen war, versteckte er sich in den Jahren 1789 bis 1791 immer wieder im Nerotal in der nach ihm benannten Leichtweißhöhle. Nachdem die Höhle zuletzt wegen Corona immer wieder geschlossen war, erzählt ein Mitarbeiter jetzt an Ort und Stelle wieder die Lebensgeschichte des Wilderers Leichtweiß. Die Besichtigung der Höhle ist kostenlos. Sie ist bis zum 31. Oktober geöffnet, und kann mittwochs von 10:00 bis 14:00 Uhr sowie sonntags von 13:00 bis 18:00 Uhr besucht werden.

Geschichte

Die Höhle geriet in Vergessenheit, bis Wiesbaden als Kurbad internationalen Ruf erlangte und die Höhle sich zum beliebten Ausflugsziel entwickelte. Mitte des 19. Jahrhunderts stellte sie für Wiesbadens Gäste eine neue Attraktion dar.  Der Wiesbadener Verschönerungsverein baute die Höhle 1856 aus und ergänzte einen zweiten Zugang, ein seitlich gelegener Raum und eine mit Moos ausgepolsterte Nische, die als Schlafstätte diente. Ob sich der Wilderer Leichtweiß auch so komfortabel eingerichtet hat, ist nicht bekannt. Der Romantisierung der Höhle tat dies keinen Abbruch. In den Jahren wurde oberhalb der Höhle ein Aussichtspavillon angelegt, und die Zuwege zur Höhle wurden mit Geländern und der Höhleneingang mit einem Holzvorbau ausgestattet. Mit dem Niedergang der Wiesbadener Kur nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die Höhle an Bedeutung und wurde geschlossen. 1983 entdeckte die Stadt die Höhle wieder und erneuerte den Eingang. Seither ist die Höhle halbjährig geöffnet und Besuchern zugänglich.

Sehenswürdigkeit: Die Leichtweißhöhle

Foto oben Leichtweißhöhle ©2022 Oliver Abels (SBT) – Eigenes Werk Wikipedia CC BY-SA 3.0

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Mehr Informationen zu der Leichtweißhöhle finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.