Der Handelskonzern Metro hat sich von Real getrennt. Eine Liste zeigt, welche Märkte aufgegeben werden. Sie ist nicht final, – einige Entscheidungen sind offen.

Wir erinnern: 2020 verkaufte Metro Group die SB-Warenhauskette Real an die SCP Group. Nach einem jahrelangen Verkaufsprozess wechselte der Eigentümer, womit die Zerschlagung der Supermarktkette Fahrt aufgenommen hat. In den vergangenen Monaten führten die neuen Gesellschafter viele Verhandlungen darüber, mehr als 50 Prozent der 275 Real-Märkte an Konkurrenten wie Kaufland oder Edeka abzugeben: rund 90 Märkte tragen in Zukunft das Logo von Kaufland, rund 50 das Logo von Edeka. Die Group ersucht die übernehmenden Händler stets, die bestehenden Mitarbeiter weiter zu beschäftigen.

Real-Markt schließt

Auch der Wiesbadener Markt in der Mainzer Straße zählt zu den rund 150 Märkten, die von dem russischen Investor nicht weiter betrieben wird. Trotz intensiven Bemühungen und Gespräche konnten sich die Verhandlungsführer mit dem neuen Besitzer, einem Projektentwickler, nicht darauf einigen. Der Entwickler plane das Areal erst einmal umfangreich umzubauen. Danach sollen ein Lebensmittelmarkt, Fachmärkte und weitere Läden entstehen. Ähnlich dem Äppelallee-Center? Außerdem sei ein Hotel sowie Büro- und Wohneinheiten geplant. Weiter heißt es, dass der Entwickler großen Wert auf die städtebauliche Einbindung des neuen Quartiers lege. Das Areal soll in den nächsten drei Jahren für rund 125 Millionen Euro fertig gestellt werden.

Äppelallee

Zu der Zukunft des Marktes in der Äppelallee gibt es von Seite der Real-Unternehmenskommunikation keine Auskünfte. In der Liste Märkte, zu denen bereits eine Entscheidungen vorliegen, taucht der Markt bisher nicht auf. Wiesbaden lebt! bleibt dran.

Foto oben ©2022 Volker Watschounek

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Eine Liste der Real-Märkte, von denen sich die real GmbH trennt finden Sie unter www.real-markt.de.

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