Während noch kumuliert und panaschiert wird, hoffen über 150 Kandidaten auf zusätzliche Stimmen.
Während in den Wahllokalen längst Ruhe eingekehrt ist, läuft im Hintergrund die aufwendigste Phase der Kommunalwahl: das Kumulieren und Panaschieren. Mehr als 150 Kandidatinnen und Kandidaten hoffen noch auf zusätzliche Stimmen, die ihnen Wähler auf den Stimmzetteln einzeln zugeordnet haben. Jede Markierung zählt – und verändert mitunter noch einmal die Reihenfolge innerhalb der Listen.
Die ersten ausgezählten Bezirke zeigen bereits deutlich, wie unterschiedlich Wiesbadens Stadtteile politisch ticken.
Südost: Grüne klar vorne
Im Stadtteil Südost dominieren bislang die Grünen. Mit 528 Kandidatenstimmen (30,4 Prozent) setzen sie sich deutlich an die Spitze. Besonders stark schneiden hier Mechthild Behr (52 Stimmen), Christopher Nemeczek (49) und Barbara Krekeler (48) ab.
Die SPD folgt mit 346 Stimmen (19,9 Prozent). Innerhalb der Liste erhält Mario Zaleski mit 81 Stimmen die meisten persönlichen Voten. Dahinter sammeln unter anderem Nicole Röck-Knüttel, Claudia Dreyer und Viktoria Binder-Hylla jeweils zwischen sechs und acht Prozent der Kandidatenstimmen.
Die FDP erreicht bislang 88 Stimmen (5,1 Prozent), während kleinere Listen wie Volt (1,8 Prozent), Freie Wähler (1,0 Prozent) und Die Linke (3,0 Prozent) deutlich zurückliegen.
Die Wahlbeteiligung im bislang ausgezählten Bezirk liegt bei 33,2 Prozent. Von 123 Wählerinnen und Wählern wurden 1737 gültige Stimmen abgegeben.
Bierstadt: SPD führt vor Grünen und FDP
In Bierstadt zeigt sich ein anderes Bild. Hier liegt die SPD mit 506 Stimmen (24,7 Prozent) vorne. Besonders viele persönliche Stimmen erhält Dr. Alexander Gebauer (93), gefolgt von Irmtraut Salzmann (54) und Dr. Gerhard Obermayr (50).
Die Grünen kommen auf 395 Stimmen (19,3 Prozent). Auf der Liste liegen Nico Becher (75 Stimmen), Elke Eck (50) und Werner Born (42) vorne.
Die FDP folgt knapp dahinter mit 391 Stimmen (19,1 Prozent). Besonders viele persönliche Stimmen erhalten Claudia Bär (69), Sarah Braun (59) und Andreas Börner (57).
Die Wahlbeteiligung fällt hier bislang niedriger aus als in Südost: 22,9 Prozent der Wahlberechtigten beteiligten sich in den bisher ausgezählten Bezirken.
Biebrich: AfD deutlich stärkste Kraft
Ein deutlich anderes politisches Bild ergibt sich in Biebrich. Hier liegt die AfD mit 799 Stimmen (33,0 Prozent) klar vorne. Innerhalb der Liste erzielen Markus Michel (58 Stimmen), Erhard Stahl (56) und Astrid Heller (54) die meisten persönlichen Stimmen.
Die SPD folgt mit 533 Stimmen (22,0 Prozent). Besonders viele Stimmen sammeln Dmitrij Sluzkij (142), Ulrich Rehwald (138) und Rudolf Kaiser (132).
Die Grünen erreichen bislang 125 Stimmen (5,2 Prozent), während Die Linke (6,2 Prozent) und kleinere Listen wie Volt (3,0 Prozent) oder BSW (4,5 Prozent) ebenfalls Stimmen auf sich vereinen.
Die Wahlbeteiligung liegt im bisher ausgezählten Bezirk bei 19,8 Prozent.
Stimmenverteilung kann sich noch verändern
All diese Zahlen bleiben vorläufig. In Wiesbaden dürfen Wähler ihre Stimmen auf mehrere Kandidaten verteilen oder einzelnen Personen bis zu drei Stimmen geben. Erst wenn alle Stimmzettel vollständig ausgewertet sind, zeigt sich, welche Kandidatinnen und Kandidaten tatsächlich in die Ortsbeiräte oder Stadtverordnetenversammlung einziehen.
Bis dahin heißt es für viele der über 150 Bewerberinnen und Bewerber vor allem eines: warten. Jede weitere ausgezählte Stimme kann die Reihenfolge noch einmal verschieben.
Symbolfoto ©2026 Volker Watschounek
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