Blauer Himmel, strahlende Sonne – Zeit, aufs Fahrrad zu steigen. Ob Anfänger oder Profi, ob Kulturinteressierter oder Feinschmecker – die passende Radtour gibt es hier.

Wiesbaden ist vielfältig. Einst war es ein bekannter Badeort, an den es den Adel aus ganz Europa zog – eine weltgewandte Stadt mit unzähligen pompösen Bauten. Gleichzeitig ist sie in die beschauliche Ruhe von Winzer- und Bauerndörfern gesäumt. Diese Vielgestaltigkeit gilt es zu entdecken – bei einer Radtour? Viele Radwege führen in und um Wiesbaden und lassen und bringen uns an die schönsten Flecken der Stadt. Auf die Räder, fertig, los!

Die Schläferskopf-Tour

Eine anspruchsvoll Tour für fast alle Radfahrer mit einigen Steigungen. Die 19 Kilometer lange Schläferskopf-Rundfahrt beginnt an der Fasanerie. Sie führt durch den Stadtwald hin bis zum Chausseehaus – eine der historischen Ausflugsstätten in der Umgebung Wiesbadens. Dort gibt es nicht nur ein Stück Wiesbadener Geschichte zu entdecken, sondern auch die Speisekarte des traditionsreichen Ausflugslokals mit Biergarten: dem Chausseehaus. Die Tour geht weiter über den Schläferskopf. Auf dem Berg angekommen, wird der Radler auf rund 455 Meter Höhe mit einem Blick über Wiesbaden belohnt. Leider steht die Gastronomie seit längerer Zeit leer. Wie es weiter geht am Schläferskopf ist fraglich. Ein schlüssiges Konzept mit Pachtvertrag fehlt. Und trotzdem zieht es gerade die Biker immer wieder dorthin. Das Highlight für sie ist die Mountainbike-Strecke Gravity Trail Schläferskopf. Mit dem Hollandrad ist die Strecke aber nicht zu meistern. Also geht es weiter zur nächsten Station – zur Fischzucht, eine historischen Waldgaststätte, von der es schließlich zurück zum Ausgangspunkt an der Fasanerie geht.

Radachter Wiesbaden – Nordschleife

Die Wiesbadener Nordschleife ist ein Teil des Radachters und führt den Radler in den Norden von Wiesbaden. Mit dem ältesten Teil der bekannten Rennstrecke am Nürburgring hat sie wenig gemeinsam. Sie verläuft flach durch die Stadt und ist somit als leicht einzustufen. Auch bei 30 Grad Plus fällt die Tour leicht: Ihre 23,5 Kilometer verlaufen überwiegend im Wald, sind also auch an heißen Sommertagen zu empfehlen. Der Radler startet am Kurhaus Wiesbaden. Von dort geht es entlang der Sonnenberger Straße oder durch den Kurpark hoch zur Sonnenberger Burg – die letzten Meter etwas steiler. Nach der Anstrengung können die Füße im Tennelbach abgekühlt werden – dann geht es weiter zum Neroberg. Von dort führt der Weg gemäßigt zur Russisch-Orthodoxen Kirche – ein echter Hingucker. Über das Nerotal läuft die Route durch den Wald zur Leichtweißhöhle bis zum Waldhaus im Adamstal. Hier lädt die Villa im Tal zum Rasten und Schlemmen ein. Gut gestärkt geht es weiter durch die Natur zum Tier- und Pflanzenpark Fasanerie. Jetzt wird es historisch: Durch Alt-Klarenthal über den Elsässer Platz, hin zum  Römertor und vorbei am Kochbrunnen endet die Route wieder am Kurhaus.

Radachter Wiesbaden – Südschleife

Diese Radtour ist der zweite Teil des Radachters. Er führt vom Kurhaus relativ steil durch den Süden der Stadt. Die 42,5 Kilometer sind wegen der vielen Rast- und Besichtigungsmöglichkeiten besonders für Familien geeignet. Vom Bowling Green geht es mit leichtem Anstieg über Bierstadt nach Erbenheim zur Domäne Mechtildshausen. Mit kleinem Bauernhof und Restaurant eignet es sich besonders für Familien, hier eine Pause einzulegen. Weiter geht es zum Aussichtspunkt Fähncheskreuz, an dem man den Taunuskamm überblicken kann. Über Kastel geht es nach Biebrich. Am Rheinufer lässt es sich bei einem kühlen Eis wunderbar rasten. Am Rhein entlang führt die Route durch Schierstein und schlängelt sich mit langgezogenem Anstieg hoch nach Frauenstein. Dort gibt es die Frauensteiner Burg sowie den Goethestein zu bestaunen. Das Schloss Freudenberg ist als nächste Station ein wahres Paradies für Familien. Von dort aus geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt am Kurhaus.

Die große Wiesbaden-Tour

Bei der großen Wiesbaden-Radtour sollten sich vor allem geübte und ausdauernde Radfahrer austoben. Sie beginnt im Süden der Stadt führt von der Maaraue zum  Biebricher Schloss. Hier lässt sich das Rad auch kurz parken – für ein leckeres Eis oder ein Glas Wein am Biebricher Weinstand. Nach dem kleinen Gaumenschmaus geht es gemütlich am Rhein entlang zum Schiersteiner Hafen. Dort wird es steil – es geht vorbei an Wiesbaden-Frauenstein und hoch durch den Stadtwald zum Jagdschloss Platte. Das Jagdschloss liegt in 500 Metern Höhe – es gilt, einige Höhemeter zu überwinden.  Eine Verschnaufpause im Gasthof vor Ort bietet sich an. Durch den nördlichen Stadtwald geht es runter durch die östlichen Vororte Wiesbadens zurück zum Ausgangspunkt.

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Diese und weitere Radtouren der Landeshauptstadt Wiesbaden finden Sie unter wiesbaden.de.

 

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