Bei den Wiesbadener Literaturtage(n) geht es ums Auswählen, Sortieren, Aufbereiten und informieren – und schließlich um das Vorstellen von Werken – kurzum, es wird kuratiert.

Kurz vor den … mitnichten, ein Jahr bleibt der Kuratorin der 22. Wiesbadener Literaturtage um diese auszugestalten.  Kulturdezernent Axel Imholz freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem vielfach ausgezeichneten Schweizer Erzähler Peter Stamm.

„Peter Stamm verfügt als Erzähler, Theater-, Kinderbuch- und Hörspielautor über eine große literarische Bandbreite und vielfältige künstlerische Interessen; wir dürfen auf ein abwechslungsreiches Festivalprogramm gespannt sein.“ – Axel Imholz Kulturdezernent

Auf die Zusammenarbeit freut sich auch Susanne Lewalter, die Leiterin des Literaturhauses Villa Clementine in Wiesbaden. Stamm ist der Stadt seit seiner Poetikdozentur an der Hochschule Rhein-Main im Jahre 2004 eng verbunden. Er war mit fast all seiner Bücher im städtischen Literaturhaus zu Gast. Der Anfrage der Landeshauptstadt für die Wiesbadener Literaturtage hat er gleich zugesagt, weil es ihn immer schon gereizt hat, selbst ein spartenübergreifendes Festivalkonzept zu entwickeln.

Zur Person Peter Stamm

Peter Stamm wurde 1963 im Thurgau geboren und lebt in Winterthur. Er gehört zu den wenigen Autoren, die es geschafft haben, sich schon mit ihrem Debütroman einen der obersten Plätze in der Literaturwelt zu sichern. Sein Debütroman Agnes aus dem Jahre 1998  ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt, für das Kino verfilmt worden und gehört zum festen Lektürekanon an deutschen Schulen. Nach seinem erfolgreichen Debüt folgten sechs weitere Romane, darunter Sieben Jahre oder Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt, für den er 2018 den Schweizer Buchpreis erhielt. Darüber hinaus veröffentlichte er zahlreiche Erzählbände, darunter Blitzeis im Jahr 1999.

Stamm gilt  mit seinen Büchern als ein versierter Beobachter menschlichen Verhaltens. Mit nur wenigen Pinselstrichen, in einer kühlen, klaren Sprache vermag er es, das Innenleben seiner Figuren zu skizzieren. Für sein Werk wurde er unter anderem mit dem Rheingau Literatur Preis 2000, dem Mainzer Stadtschreiber-Stipendium 2013 oder dem Solothurner Literaturpreis 2018 ausgezeichnet. Drei Mal war er für den Deutschen Buchpreis nominiert. Im Jahr 2004 hatte er die erste Poetikdozentur der Hochschule Rhein-Main und des Kulturamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden inne. Seine Werke wurden in über 39 Sprachen übersetzt, darunter Japanisch, Taiwanesisch oder Mongolisch.

Über die Literaturtage

Seit 1986 veranstaltet das Wiesbadener Kulturamt unter der Federführung des Literaturhauses die traditionsreichen Wiesbadener Literaturtage als spartenübergreifendes Festival. Jeweils eine Autorin oder ein Autor gestaltet ein künstlerisches Programm, zu dem Lesungen ebenso wie Filme, Konzerte, Diskussionen, Performances oder Ausstellungen gehören können.

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Die offizielle Internetseite der Wiesbadener Literaturtage finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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