Nach einem erfolgreichen Einspruch lässt der Wahlausschuss einen weiteren Wahlvorschlag zu und lost die Reihenfolge auf dem Stimmzettel neu aus.
Im Rathaus ging es an diesem Montagmorgen nüchtern, aber keineswegs nebensächlich zu. Der Wahlausschuss trat zusammen, prüfte Akten, wägteFristen ab und entschied über einen Einspruch, der die Kommunalwahlen in Wiesbaden unmittelbar betrifft. Unter Leitung von Stefan Krebs klärte das Gremium eine Frage, die zeigt, wie fein austariert demokratische Verfahren funktionieren – und wie sehr sie von Genauigkeit leben.
Ein Einspruch mit Wirkung
Ausgangspunkt ist eine Entscheidung vom Freitag, 16. Januar. Der Wahlausschuss hat vergangene Woche mehrere Wahlvorschläge zugelassen, einen jedoch einen zurückgewiesen. Die betroffene Wählergruppe Wir gehören zum Stadtbild reagierte prop. Ihre Vertrauensperson legte fristgerecht Einspruch ein. Bis zur erneuten Sitzung am Montag, 19. Januar, um 10 Uhr gelang es, den formalen Ablehnungsgrund auszuräumen. Der Ausschuss prüfte erneut, diskutierte sachlich – und hat den Wahlvorschlag schließlich zugelassen.
Neue Reihenfolge auf dem Stimmzettel
Mit der Zulassung eines zusätzlichen Wahlvorschlags bleibt es nicht bei einer Randnotiz. Der Wahlausschuss muss die Reihenfolge aller Parteien und Wählergruppen neu auslosen. Das Ergebnis bestimmt, wie die Listen auf dem Stimmzettel zur Ausländerbeiratswahl erscheinen – ein Detail, das Aufmerksamkeit lenkt und Wahrnehmung steuert.
Die neue Reihenfolge lautet:
- Bündnis für Integration und Chancengleichheit (BIC)
- FREIE WÄHLER
- Wiesbadener interkulturelle Frauenliste (WiF)
- Multikulturelle Liste (ML)
- Gemeinsam für Ukrainer mit Respekt und Toleranz (GURT)
- Alternative für Deutschland (AfD)
- Komitee der Migranten (KDM)
- Aktiv in Wiesbaden (AKW)
- Ukrainische Union Wiesbaden
- Syrische Demokratische Liste (S.D.L.)
- Assyrische Union Wiesbaden (AUW)
- Wir gehören zum Stadtbild
- Wiesbadener Pars Union (WPU)
- Demokratische Alternative Liste (DAL)
- Progressive Ausländer Union (PAU)
Symbolfoto © 2025 Pixabay
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