Mit dem Kooperationsprojekt Ökoprofit fördert Wiesbaden seit vielen Jahren nachhaltiges Wirtschaften sowie betriebliches Umwelt- und Energiemanagement.

Ökoprofit ist in aller Munde. Das Projekt gilt bei den Wiesbadener Klimaschutzaktivitäten als starke Säule. Das Umweltamt arbeitet dabei seit 2000 mit der lokalen Wirtschaft zusammen – und richtet sich an Betriebe und Einrichtungen jeglicher Branche und Größe, die ihre Umweltbilanz verbessern und ihre Aktivitäten im Umwelt-, Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement ausbauen möchten. Acht Neueinsteiger präsentierten am vergangenen Mittwoch den Zwischenstand ihrer Maßnahmen.

„Das Konzept, als Stadt gemeinsam mit der Wirtschaft Ressourcenschonung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit praxisnah voranzubringen, ist ein zentrales und erfolgreiches Instrument.“ – Andreas Kowol, Dezernent für Umwelt

Die Landeshauptstadt Wiesbaden fördert mit dem Programm Ökoprofit und Netzwerk für betrieblichen Umwelt- und Klimaschutz seit fast 20 Jahren die ökologische Optimierung von kleinen und großen Betrieben sowie Einrichtungen aller Branchen. Neben den 30 langjährigen Ökoprofit-Klub-Betrieben sind seit Ende des letzten Jahres neue Teilnehmer aus den Bereichen Handwerk, Industrie, Entsorgung, Gebäudereinigung und Versicherungsdienstleistung sowie aus der Veranstaltungsbranche, dem Bereich Naherholung und dem Sektor Bildung und Soziales hinzugekommen.

„Die Wahl der besten Maßnahmen ist ein wichtiger Meilenstein und in jedem Durchgang besonders spannend für die Teilnehmer. Denn mit dieser Vorstellung präsentieren die Betriebe ihre Projekte erstmals der Öffentlichkeit.“ – Evelyne Wickop, Projektleiterin im Umweltamt

Durch viele kleine und große Ansätze reduzieren die Unternehmen ihren Verbrauch an Energie, Roh- und Betriebsstoffen, Kraftstoff, Abfällen und Wasser, sensibilisieren ihre Mitarbeiter und Kunden und leisten so einen aktiven Beitrag zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und zum Klimaschutz.

Constantia Ebert GmbH

Als beste Maßnahme im Einsteigerprogramm 2018/2019 wurde der Ansatz von Constantia Ebert GmbH gekürt, die ihren Schwerpunkt auf die Reduzierung des Energieverbrauchs für die Kälteerzeugung legt. Durch Einsatz eines Plattenwärmetauschers wird in der kalten Jahreszeit auf zusätzliche Kältemaschinen verzichtet. Innerhalb eines halben Jahres amortisiert sich bereits die Investition und pro Jahr werden 176 Tonnen CO2 reduziert sowie rund 290.000 Kilowattstunden Strom eingespart.

Auch die Maßnahmen der anderen Ökoprofit-Teilnehmer zeigten zum einen, dass Einsparpotenziale nicht nur im Bereich Energieeffizienz liegen, sondern auch Themen wie Mobilität, Abfall- und Ressourcenmanagement sowie Förderung des Umweltbewusstseins umfassen. Und zum anderen wie unterschiedlich und individuell die Voraussetzungen der Betriebe und damit auch deren Maßnahmen sind.

AWO Kreisverband

Platz zwei belegten der AWO Kreisverband mit der Kita Heßloch sowie – bei gleichem Punktestand – Heidenreich Gebäudedienste GmbH. Durch Sensibilisierung wird der nachhaltige Umgang mit Ressourcen aktiv vorangebracht. Müllreduzierung und Abfalltrennung stehen dabei besonders im Fokus.

Ein rund 50 Meter hoher Papierstapel und Kunststofffolie in der Größe von acht Fußballfeldern sind ebenfalls Einsparungen, die durch die vorgestellten Projekte erzielt werden. Alles in allem sparen die Einsteigerbetriebe damit knapp 70.000 Euro pro Jahr. Die Gesamtergebnisse werden Ende des Jahres bei der feierlichen Auszeichnung der Wiesbadener Ökoprofit-Betriebe 2018/2019 vorgestellt. Bild: Flickr / Paul Scott / CC-BY SA 2.0

Die Webseite zum Umweltberatungs- und Klimaschutzprogramm für Unternehmen der Stadt finden Sie hier.

Nachrichten aus dem Umweltamt lesen Sie hier.

 

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