Am Mittwoch haben sich Bund und Länder auf eine Verlängerung des Corona-Lockdowns geeinigt. Ist der 7. März jetzt der neue Stichtag, dürfen Friseure bereits am 1. März öffen.

Waschen, schneiden, legen – die Telefondrähte der Wiesbadener Friseure stehen nicht mehr still. Die Terminbücher füllen sich. Der Präsident des Hessischen Handwerkstages Stefan Füll begrüßt die Entscheidung der Ministerpräsident, die vom Hessischen Landtag in der Sitzung am Donnerstag bestätigt wurde.

„Die Entscheidung vom Landtag gibt einer bedeutenden Handwerksbranche wieder eine Zukunftsperspektive und verhindert einen massiven Verlust von Arbeitsplätzen. Schließlich sind die Rücklagen der meist kleinen Betriebe  aufgebraucht und die staatlichen Hilfen sind ‑ wenn sie überhaupt in Anspruch genommen werden können – mehrheitlich noch immer nicht ausgezahlt.“ – Stefan Füll, Präsident des Hessischen Handwerkstages

Handwerkspräsident Füll hob hervor, dass die guten Argumente des Friseurhandwerks, Erfolg gehabt haben. Der Hessische Handwerkstag hatte von Seiten der hessischen Handwerkskammer bereits Mitte Februar die Öffnung  gefordert. Der 1. März gebe der Branche jetzt aber zumindest eine Perspektive. Die Friseursalons können ihre Dienstleistungen professionell unter Einhaltung hervorragender Hygienekonzepte erbringen, sie haben gut geschulte Mitarbeiter und können eine lückenlose Kontaktverfolgung gewährleisten, so Füll weiter.

„Die Öffnung verhindert außerdem eine Zunahme der Schwarzarbeit und reduziere damit die Gefahr, dass beim Haareschneiden in Hinterzimmern, Kellerräumen oder Privatwohnungen das Infektionsgeschehen wieder unkontrolliert ansteigt.“ – Stefan Füll, Präsident des Hessischen Handwerkstages

Füll zeigte sich erfreut darüber, dass nach der neuen hessischen Corona-Verordnung auch andere Körperpflegebetriebe zumindest medizinisch oder hygienisch notwendige Behandlungen durchführen dürfen. Grundsätzlich setzen wir auf die Zusage von Ministerpräsident Bouffier, dass Hessen an Planungsperspektiven für eine sichere und gerechte Öffnungsstrategie arbeitet. Wichtig sei dabei, dass die Öffnungsschritte klar definiert und an konkreten epidemiologischen Kriterien ausgerichtet werden. Die Politik müsse eine perspektivlose Endlos-Schleife der Verlängerung des Lockdowns ebenso verhindern, wie einen unkontrollierten wilden Wettbewerb zwischen Landkreisen und Bundesländern um die schnellsten Lockerungen, so Füll weiter.

„Wir müssen verhindern, das ein Wettkampf zwischen den Ländern entsteht und dann wieder in dramatische Infektionszahlen und einen noch härteren Lockdown treibt.“ – Stefan Füll, Präsident des Hessischen Handwerkstages

Die Kombination aus einem inzidenzbasierten Öffnungsplan, verbesserten und verbreiteten Testmöglichkeiten, einem zunehmenden Impfstatus in der Bevölkerung und motivierten und qualifizierten Betrieben kann die Basis für ein besseres Jahr 2021 legen, gab sich Füll abschließend optimistisch. Würde es zu einem dritten Lockdown kommen, würden viele Handwerksbetriebe endgültig in Überschuldung und Insolvenz getrieben.

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Die offizielle Internetseite der Handwerkskammer Wiesbaden finden Sie unter www.hwk-wiesbaden.de.

 

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