Beim Empfang der Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 115 hessischen Vereinen am Samstag in Schloss Biebrich sagte der Regierungschef: „Die Fastnacht ist gelebtes Ehrenamt. Die Vereine pflegen mit den Sitzungen und Umzügen nicht nur regionale Traditionen, sondern bereiten damit auch unzähligen Menschen jedes Jahr eine große Freude. Hier wird jahrhundertealtes Brauchtum gepflegt und entwickelt. Die Fastnacht verbindet Menschen und zeigt zugleich, wie vielfältig die Hessinnen und Hessen sind.“ An dem Empfang nahmen 41 Kinderprinzenpaare und 74 Erwachsenenprinzenpaare sowie deren Hofstaat teil. Die angereisten Tollitäten repräsentierten Vereine der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval sowie des Karneval-Verbands Kurhessen.
Fastnacht ist lebendiges Brauchtum
Boris Rhein, der die Fastnachtsvereine gemeinsam mit seiner Frau Tanja Raab-Rhein empfing, hob die Bedeutung der Vereine und Verbände für das kulturelle und soziale Leben in den Städten und Gemeinden hervor. Die Fastnacht habe in Hessen eine lange Tradition, deren Pflege mit einem hohen zeitlichen und persönlichen Einsatz verbunden sei. Rhein fügte hinzu: „Ohne die Verbände und Vereine, die mit ihren vielfältigen Aktivitäten und Veranstaltungen zum gesellschaftlichen Leben beitragen, wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer.“ Die hessische Fastnacht sei lebendiges Brauchtum, das vom Engagement Tausender Ehrenamtlicher getragen werde. „Der Karneval erfüllt in vielen Regionen auch eine wichtige politische Funktion, indem er der Politik auf humorvolle Weise den Spiegel vorhält. Das ist gelebte Demokratie“, sagte der Ministerpräsident und dankte allen Närrinnen und Narrhallesen in Hessen für ihren Einsatz.




