Der SV Wehen Wiesbaden tritt am Sonntagabend bei Rot-Weiss Essen an und will die zuletzt starke Form bestätigen.
Am Sonntagabend, wenn das Flutlicht angeht und das Stadion an der Hafenstraße dicht rückt, wartet auf den SV Wehen Wiesbaden eine dieser Prüfungen, die in der 3. Liga mehr verlangen als einen sauberen Spielaufbau. Gegner ist Tabellennachtbar Rot-Weiss Essen – heimstark, formverbessert, getragen von großer Kulisse. Doch der SVWW reist mit Rückenwind an. Und mit einer Haltung, die zuletzt Erträge brachte.
Cheftrainer Daniel Scherning sieht den Schlüssel nicht im Überschwang, sondern im Warum. Die Mannschaft habe ihre Siege erarbeitet, sagt er, über Laufbereitschaft, Zweikampfqualität und Intensität – mit und gegen den Ball. Genau diese Faktoren habe das Team in den Trainingswochen seit Januar immer wieder geschärft. Der Erfolg wirke, aber er verneble nicht.
Junge bringen Frische
Dass der SVWW aktuell auch personell Optionen gewinnt, zeigte sich zuletzt mit den Debüts zweier U19-Spieler. Tim Neubert startete konzentriert, hielt das Niveau über weite Strecken. Ibrahim Ati Allah kam spät, rannte viel, sicherte ab, half beim Verteidigen eines knappen Vorsprungs. Scherning macht keinen Unterschied zwischen Nachwuchs und Profi. Wer Leistung bringt, spielt. Punkt.
Für Essen kehren Ryan Johansson nach Krankheit und Jordy Gillekens nach Gelbsperre zurück in den Kreis der Optionen. Verzichten muss der SVWW weiter auf Orestis Kiomourtzoglou, Florian Stritzel, Simon Stehle und David Suárez. Nikolas Agrafiotis fehlt gesperrt.
Respekt vor Essen – keine Ehrfurcht
Der Blick auf den Gegner bleibt nüchtern. Rot-Weiss Essen kommt aus einer stabilen Phase, setzt nach Ballgewinnen schnell um, lebt von Standards und zweiten Bällen. Namen wie Marvin Obuz oder Kaito Mizuta stehen für Tempo und Tiefe. Wehen Wiesbaden will dagegenhalten, Duelle annehmen, Präsenz zeigen. Das Selbstvertrauen sei da, sagt Scherning – nun gelte es, es auf den Platz zu bringen.
Flutlicht als Faktor
Die Atmosphäre an der Hafenstraße zählt zu den intensivsten der Liga. Scherning spricht von vier, fünf Stadien mit diesem Charakter. Sein Plan: gut starten, Ruhe erzwingen, Stadion und Gegner kontrollieren. Nicht nur elf gegen elf, sondern elf gegen viele – diese Rechnung kennt der SVWW. In Osnabrück ging sie zuletzt auf.
Anstoß ist um 19.30 Uhr. Wer nicht vor Ort ist, verfolgt die Partie im Stream bei MagentaSport oder über die Kanäle des SV Wehen Wiesbaden. Gegner ist Rot-Weiss Essen. Für Wehen Wiesbaden zählt weniger die Tabelle als der nächste saubere Auftritt. Und der soll sitzen – auch unter Flutlicht.
Symbolfoto ©2026 KI-generiert
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