SVWW-Eigengewächs Tim Neubert stand beim 2:1-Heimerfolg des SV Wehen Wiesbaden gegen den SC Verl direkt in der Startelf. Im Anschluss an die Partie gab der Drittliga-Debütant Einblicke in seine Gefühlswelt und verriet, wie er sein erstes Profispiel erlebt hatte.
SVWW: Tim, Glückwunsch zum Startelf-Debüt. Wann hast Du vor dem Spiel erfahren, dass Du gegen den SC Verl in der Startelf stehst?
Tim Neubert: „Ich habe es am Vormittag des Spieltags erfahren, kurz nach der Aktivierung im Hotel. Der Trainer hat mir gesagt, dass ich heute anfangen werden, was beim Spiel gegen Verl wichtig sein wird und welche besonderen Sachen ich während der Partie beachten soll.”
Was ging Dir in dem Moment durch den Kopf?
Neubert: „Innerlich habe ich mich riesig gefreut. Erstmal musste ich dem Trainer noch richtig zuhören, doch die Vorfreude auf das Spiel war extrem. Ich wusste, heute Abend, Flutlicht, das wird geil. Im Laufe des Tages wurde ich natürlich ein bisschen nervös, das hat sich aber schnell wieder gelegt. Grundsätzlich bin ich niemand, der sich einen zu großen Kopf macht. Ich bin die Aufgabe ganz entspannt angegangen.”
Blicken wir auf das Spiel: Wie haben sich die ersten 45 Minuten Drittliga-Fußball angefühlt?
Neubert: „Durch den ballbesitzorientierten Spielstil von Verl hatten wir nicht so oft den Ball. Dann ist es etwas schwieriger, in ein Spiel richtig reinzukommen. Dafür haben wir viele Zweikämpfe geführt und die waren auch richtig gut. Wir standen defensiv stabil und hatten eine gute Höhe. Das hat extrem viel Spaß gemacht.”
Verl hatte das ganze Spiel über viel Ballbesitz, was auch viel Laufarbeit bedeutet. Merkt man mit der Zeit, wie sehr das körperlich an einem zehrt?
Neubert: „Es war auf jeden Fall ein sehr intensives Spiel. Ich habe unzählige Sprintkilometer gesammelt und das merkt man irgendwann auch in den Beinen. In den letzten fünf Minuten habe ich gespürt, wie es in den Oberschenkeln langsam eng wurde. Ich habe meine ganze Energie auf dem Platz gelassen und alles für die Mannschaft gegeben. Da dürfen die Beine am Ende auch ruhig wehtun.”
Was geht einem nach so einem Spiel durch den Kopf?
Neubert: „Ich habe das alles noch nicht richtig realisiert. Wahrscheinlich brauche ich dafür noch ein paar Stunden oder sogar Tage. Ich bin einfach stolz auf meine Leistung. Meine ganze Familie und meine Freunde waren im Stadion, haben mich unterstützt und angefeuert – das bedeutet mir unglaublich viel. Mein Handy hat nach dem Spiel nicht mehr aufgehört, zu vibrieren.”
Was haben Dir die Trainer und deine Mitspieler nach dem Spiel mit auf den Weg gegeben?
Neubert: „Sie sind alle zu mir gekommen, haben mir ihre Glückwünsche ausgesprochen und gesagt, dass ich ein richtig gutes Spiel gemacht habe. Es sind Sätze gefallen, wie ‘jetzt geht die Reise erst richtig los’. Über das alles habe ich mich wirklich sehr gefreut.”
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