Sie ist eine Wasserlastbahn ohne Antriebsmaschine. Die Nerobergbahn bewegt sich durch Lastenverteilung. Der Begriff Wassergewichtsseilbahn ist daher ein Synonym.

222.352 Deutsche Mark hat sie gekostet. Ein Jahr haben die Wiesbadener darüber beraten, ob sie die Spitze des Nerobergs auf Anregung eines Baden-Badner Unternehmers mit dem Nerotal verbinden sollen. 1887 wurde der Bauantrag von der Stadt bewilligt. Eröffnet wurde die Nerobergbahn dann am 25. September 1888. 130 Jahre ist das her. Ein Anlass zum Feiern.

Nerobergbahn, kurz gefasst

Mondscheinfahrt
Wann: Freitag 29. Juni 2018, täglich von 9:00 bis 20:00, alle 15 Minuten
Wo: Nerobergbahn, Wilhelminenstraße 51, 65193 Wiesbaden
Fahrpreis: Kinder von 6 bis 14 Jahre 2,00 Euro die einfach Fahrt, Hin- und zurück 2,50 Euro – Erwachsene ab 14 Jahre 3,50 Euro die einfach Fahrt, Hin- und zurück  4,50  Euro; die Familienkarte mit 2 Erwachsenen und 3 Kindern 10,00 Euro

Nerobergbahn, Wiesbadens schräges Wahrzeichen

ESWE Verkehr, der heutige Betreiber, feiert das 130-Jährige bestehen der Nerobergbahn das ganze Jahr. Verschiedene kleinere und größere Aktionen sind geplant – das erste Event findet Ende Juni statt, am 29. Juni statt. Das freut vor allem die Besucher der ersten Opelbad Poolparty. Sie können am Freitag ganz entspannt die einmalige Party mit einer einmaligen Mondscheinfahrt verbinden, denn Wiesbadens schrägstes Wahrzeichen kann an diesem Tag weit über die normalen Öffnungszeiten genutzt werden.

Viertelstundentakt

Bis 1 Uhr nachts können die Wiesbadener und Touristen bei Vollmond die 440 Meter von der Tal- bis zur Bergstation in 3,5 Minuten per Bahn zurücklegen. Im Viertelstundentakt werden die Gäste hinauf und hinunter gefahren.
Die offizielle Geburtstagsparty findet am 26. August von 12 bis 18 Uhr mit einem großen Nerobergbahn-Fest für die ganze Familie auf dem Plateau des Berges statt.

Wasserballastbahn

Die beiden Wagen der Nerobergbahn sind durch ein Zugseil miteinander verbunden. Die Wagen halten sich ungefähr im Gleichgewicht, so dass für den Antrieb der Bahn nur die Kraft aufgebracht werden muss, um das System aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dies erfolgt, indem die Masse des in der Bergstation stehenden Wagens mit Wasser künstlich erhöht wird, so dass die auf diese zusätzliche Masse wirkende Schwerkraft die Bahn bewegen kann.

Beide Wagen besitzen deshalb einen Ballastwassertank. Zwischen zwei Fahrten wird beim Wagen in der Bergstation Wasser in den Tank gefüllt, während beim Wagen in der Talstation der Tank geleert wird. Das obere schwerere talwärts fahrende Fahrzeug zieht nun das untere leichtere die Steigung hinauf.

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