Was verbindet die eisernen Gockel auf den Rathäusern Frankreichs – und die Französische Revolution? Ein Literaturpreis! Der Lyrikpreis Orphil.

Der Schriftsteller Christoph Meckel erhält in diesem Jahr den Lyrikpreis Orphil der Landeshauptstadt Wiesbaden. Die Fachjury, bestehend aus Björn Jager, Leiter des Hessischen Literaturforums im Mousonturm, dem Literaturredakteur Alf Mentzer und der freien Literaturkritikerin Beate Tröger, hat sich einstimmig für Meckel entschieden.

Villa Clementine, kurz gefasst

Lyrikpreis Orphil –Auszeichnung für Christoph Meckel und Sibylla Vri?i? Hausmann
Wann: Mittwoch, 6. Juni, 20:00 Uhr
Wo: Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65183 Wiesbaden (Karte / Navigation)
Eintritt:
frei

Kulturdezerent Axel Imholz übergibt die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung am 6, Juni an Christoph Meckel für sein Lebenswerk und insbesondere für den 2017 erschienenen Band Kein Anfang und kein Ende. Zwei Poeme.

„Christoph Meckel ist einer der einflussreichsten Lyriker. Seine Zeichnungen und die Unlust, öffentlich aufzutreten, machten ihn zum großen Geheimnisvollen.“ – Sueddeutsche Zeitung, 29.05.2015

Mit Meckel zeichnet die Jury einen vielseitigen Schriftsteller aus, dessen „über Jahrzehnte gewachsenes literarisches Werk sich in die abendländische Dichtungstradition ein- und sie fortschreibt“. Beate Tröger lobt besonders, dass die Gedichte in bewegenden Bildern künstlerischen Schöpfergeist, die Schönheit und die Schrecken des menschlichen Daseins zelebrierten.

„Sibylla Vri?i? Hausmann legt mit 3 FALTER ein kompositorisch ausgefeiltes Debüt vor, das sich souverän wechselnder Darstellungsformen bedient und dabei selbst den Weg der Metamorphose geht“ – Poetenladen

Außerdem zeichnet die Jury die 1979 in Wolfsburg geborene Lyrikerin Sibylla Vri?i? Hausmann aus. Sie erhält für ihren Gedichtband „3 Falter“ (poetenladen Verlag) den mit 2.500 Euro dotierten Orphil-Debütpreis. Hausmann erkunde in vierzehn Triptychen Begehren und Verwundungen, variiere wagemutig Sprachmaterial und reflektiere in so poetischen wie analytisch scharfen Bildern Facetten weiblicher Identität über Jahrhunderte hinweg, so Björn Jager.

Die musikalische Umrahmung der Preisverleihung übernimmt die aus Wiesbaden stammende Baritonsaxophonistin Kira Linn. Sie wird am Klavier von Lukas Moriz begleitet.

Die Auszeichnung: Orphil-Preis

Vergeben wird der Orphil-Preis alle zwei Jahre an Lyriker, die mit ihrem Werk Stellung beziehen und sich politischen wie stilistischen Moden zu widersetzen wissen. Stifterin ist Ilse Konell, die Witwe des 1991 verstorbenen und viele Jahre in Wiesbaden lebenden Dichters George Konell. Die Preisverleihung findet an dessen Geburtstag, dem 6. Juni statt.
Konell nannte die eisernen Gockel auf den Rathäusern Frankreichs Orphil. Sie verkörperten für ihn  die Ideale der Französischen Revolution – und er verband die Gockel mit dem Lied des Sängers Orpheus. So entstand der Name!

Alle Preisträger

Lyrikpreis Orphil

2012: Ursula Krechel, insbes. für ihre beiden Bände Stimmen aus dem harten Kern und Jäh erhellte Dunkelheit
2014: Karin Kiwus für Das Gesicht der Welt
2016: Ulrike Draesner für Subsong
2018: Christoph Meckel für sein Lebenswerk und insbesondere für den Band Kein Anfang und kein Ende. Zwei Poeme

Orphil-Debütpreis

2012: Simone Kornappel für raumanzug
2014: Levin Westermann für unbekannt verzogen
2016: Rike Scheffler für der rest ist resonanz
2018: Sibylla Vrii Hausmann für 3 Falter

MerkenMerken

MerkenMerken

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann bestellen Sie doch gleich unseren Newsletter oder folgen uns auf Twitter, Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!