Eine kurzfristige Nachverpflichtung macht aus Sicht des VCW sportlich und wirtschaftlich keinen Sinn. Jede Verletzung, jede kleine Krankheit schwächt damit den VCW. 

Wegen eines Infektes raten die Ärzte Lisa Stock vorübergehend keinen Sport zu machen, heißt es aus Kreisen der Vereinsführung des VC Wiesbaden. Damit steht Wiesbadens Libra für die kommenden beiden Heimspiele am 6. Februar und 10. Februar nicht zur Verfügung. Für den hessischen Erstligisten ist das ein deutlicher Rückschlag – aber gleichermaßen eine große Herausforderung für die Spiele gegen die Roten Raben Vilsbiburg und NawaRo Straubing.

„Es ist für Lisa selbst, aber auch für die Mannschaft schwer, dass sie nicht dabei sein kann. Lisa hat zuletzt eine gute Entwicklung genommen und sich zu einer tragenden Säule im Team entwickelt.“ – Dirk Groß, VCW-Cheftrainer

Am letzten Sonntag ist die gelernte Außenangreiferin Sina Fuchs in das Libera-Trikot geschlüpft. Im Spiel gegen den Tabellenführer aus Stuttgart präsentierte sie sich in Top-Form, gab keinen Ball geschlagen auf punktete mit einer klasse Leistung. VCW Chef-Coach Dirk Groß lobt Stocks Vertretung. „Sie hat das super gemacht und stellt sich voll in den Dienst der Mannschaft. Sina wird alles geben,“ so Dirk Groß. Aber natürlich sei die gelernte Außenspielerin am liebsten als Angreiferin auf dem Feld.

„Die Situation ist für alle nicht befriedigend.“ – VCW-Cheftrainer

.Groß steht mit Lisa Stock im täglichen Kontakt. Für Lisa selbst sei es auch keine leichte Situation. Während ihre Mannschaft trainiere, müsse sie zu Hause bleiben und abwarten, bis ihr die Ärzte wieder grünes Licht geben. Der VCW versucht in dieser Situation, seine Spielerin zu unterstützen.

„Sie soll wissen, dass sie ein wichtiger Teil unserer Mannschaft ist.“ – VCW-Cheftrainer

Der VC Wiesbaden hatte in den vergangenen Tagen die Nachverpflichtung einer Spielerin als mögliche Option geprüft. Dies ist jedoch sowohl aus zeitlichen wie aus wirtschaftlichen Gründen nicht realisierbar. Am heutigen Donnerstag schließt das Transferfenster in der Volleyball Bundesliga. Wir hätten eine rasche Neuverpflichtung daher nur tätigen können, wenn diese sportlich sinnvoll als auch wirtschaftlich darstellbar gewesen wäre, erläutert Fetting.

Verletzungen und Krankheiten

Der VCW, der in der laufenden Saison ungewöhnlich häufig mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hat, muss also ohne gelernte Libera die beiden wichtigen Heimspiele gegen die direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoff-Plätze bestreiten. Es bleibt zu hoffen, dass die bewährte Unterstützung des Wiesbadener Publikums am Ende der Spieltage die Wende für die Mannschaft von Trainer Dirk Groß bringt.

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