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Preisträgerinnen, die Mut sichtbar machen: Scherbakowa und Nawalnaja stehen für Freiheit und Zivilcourage.

Stadt verleiht Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage und Preis für Bürgermut

Die Stadt ehrt Menschen, die Verantwortung übernehmen, Risiken tragen und für demokratische Werte einstehen: Der Ludwig-Beck-Preis 2025 geht an Dr. Irina Scherbakowa und Julia Nawalnaja. Den Preis für Bürgermut erhalten Johann Zernickel und Andrej Belosludov für ihren entschlossenen Einsatz.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 2 Monaten vor 0

Wiesbaden zeichnet mit dem Ludwig-Beck-Preis 2025 mutige Stimmen für Freiheit aus und würdigt zwei Bürger, die einer Nachbarin das Leben retteten.

Wenn Wiesbaden im Januar die Türen des Festsaals öffnet, rückt für einen Abend das sichtbar in den Mittelpunkt, was sonst oft leise bleibt: Menschen, die Mut fassen, Widerstand leben und Verantwortung tragen. Die Stadt verleiht den Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage 2025 an Dr. Irina Scherbakowa und Julia Nawalnaja – zwei Frauen, die sich seit Jahren gegen autoritäre Gewalt stemmen und für demokratische Grundwerte eintreten.

Freiheit verteidigen – trotz Gefahr

Die Historikerin Scherbakowa, Mitbegründerin der Menschenrechtsorganisation Memorial, kämpft seit Jahrzehnten gegen das Vergessen sowjetischer Repressionen. Sie dokumentiert, recherchiert, erzählt – und widerspricht damit einem System, das Aufklärung scheut. Ihr Exil in Deutschland markiert keinen Rückzug, sondern eine Fortsetzung ihrer Arbeit unter sichereren Bedingungen.

Julia Nawalnaja hingegen führt den politischen Kampf ihres Mannes Alexej Nawalny fort. Sie mobilisiert, spricht, organisiert und trägt die Werte der UN-Menschenrechtscharta in eine Welt, die zunehmend unter Druck gerät. Ihr Engagement geschieht unter persönlichen Risiken, die kaum zu übersehen sind – und doch bleibt sie präsent.

Zupacken, wenn es zählt

Während die einen politische Räume verteidigen, greifen andere ein, wenn unmittelbare Gefahr droht. Die Stadt würdigt Ihr Handeln mit dem Preis für Bürgermut. Seit 2011 wird er an Personen, Vereinigungen und Institutionen aus Wiesbaden verliehen, die sich in besonderer Weise für andere einsetzen: so wie Johann Zernickel und Andrej Belosludov. Im April 2024 retten sie ihre schwer verletzte Nachbarin vor einem Messerangriff. Zernickel überwältigt den Täter, Belosludov sichert die Waffe und leistet Erste Hilfe. Beide handeln spontan und beherzt – und genau dafür erhalten beide die mit 2500 Euro dotierte Auszeichnung.

Ein Preis mit Haltung

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende betont die Bedeutung dieser Auszeichnungen für eine offene Gesellschaft. Sie erinnern daran, dass Zivilcourage nicht nur große politische Taten meint, sondern auch das beherzte Eingreifen im Alltag. Der Ludwig-Beck-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, der Preis für Bürgermut mit 2.500 Euro. Die offizielle Verleihung beider Preise findet am 23. Januar 2026 statt.

Symbolfoto ©2025 AI / Wiesbaden lebt!

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