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Teilnehmende betrachten gemeinsam ein Kunstwerk im Museum Wiesbaden und bringen persönliche Erinnerungen ein.

Ein Nachmittag im Museum für Menschen mit Demenz

Am Samstag, 22. November, hatte das Museum Wiesbaden gemeinsam mit dem GereNETZ, den Beratungsstellen für ältere Menschen und ihren Angehörigen sowie der Regionalen Diakonie Rheingau-Taunus zu einer weiteren Ausgabe des etablierten Angebots „Blickfang“ eingeladen.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 2 Monaten vor 0

„Blickfang“ im Museum Wiesbaden bietet Menschen mit Demenz und Angehörigen Begegnung, Austausch und Inspiration durch Kunst und gemeinsame Gespräche.

Am Samstag, den 22. November, öffnete das Museum Wiesbaden wieder seine Türen für das beliebte Format „Blickfang“. Dabei betrachten Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen ein ausgewähltes Kunstwerk und tauschen dabei Eindrücke, Gedanken und Erinnerungen aus. In der ruhigen Atmosphäre der Galerie entfaltete im Museum sich ein Dialog zwischen Farben, Formen und persönlichen Geschichten. Die Moderatorin Barbara Berg leitete den Austausch, stellte Fragen und half den Teilnehmenden, eigene Assoziationen zu formulieren.

Begegnung in geschütztem Rahmen

Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher nahm an der Veranstaltung teil und hob die besondere Bedeutung hervor: „Blickfang zeigt, wie viel Lebensfreude entsteht, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen und ihre eigenen Gedanken einbringen – unabhängig von einer Demenzerkrankung.“ Die Veranstaltung bietet nicht nur eine künstlerische Erfahrung, sondern auch einen sozialen Raum. Die Teilnehmenden diskutierten angeregt über das Kunstwerk, erinnerten sich an eigene Erlebnisse und einigten sich am Ende traditionell auf einen gemeinsamen Titel. Beim anschließenden Kaffeetrinken vertieften sie Gespräche, lachten und knüpften Kontakte.

Ein bewährtes Konzept

Das Format „Blickfang“ entstand 2013 im Forum Demenz und wird seit 2025 organisatorisch vom GereNETZ betreut. Anders als klassische Kunstführungen konzentriert sich die Methode auf individuelle Wahrnehmungen statt auf kunsthistorisches Wissen. Die TimeSlips-Methode regt zum Erzählen und Erinnern an und macht jeden Blick auf das Kunstwerk zu einem persönlichen Erlebnis. Durch die langjährige Kooperation zwischen GereNETZ, den Beratungsstellen für ältere Menschen, der Regionalen Diakonie Rheingau-Taunus und dem Museum Wiesbaden konnte das Programm dauerhaft verankert werden.

Begeisterung und Ausblick

Die Veranstaltung stößt auf großes Interesse. Viele Teilnehmer sagten, dass sie sich im Museum verstanden und wertgeschätzt fühlten. Für 2026 sind vier neue Termine geplant: 14. Februar, 25. April, 12. September und 28. November. Ziel ist es, noch mehr Menschen zu erreichen, die von dieser Art der Kunstbetrachtung und Begegnung profitieren können. Die Teilnahme kostet 4 Euro pro Person; Anmeldungen liefen über die Regionale Diakonie Wiesbaden.

Foto ©2025 LH Wiesbaden

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Kunstbetrachtung für Menschen mit Demenz und ihre Angehörige: Flyer mit Terminen und Hinweisen für 2026.

Erstveröffentlichung: 02.12.2025
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