Vor Corona hatten sich die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr regelmäßig zu Übungen getroffen. Dann wurden die Treffen virtuell – und jetzt wird endlich wieder praktisch.

Nachdem die Großen der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden einen Schritt Richtung Normalität getan haben, folgen nun auch die Kleinen. Die Kinder und Jugendlichen der Freiwilligen Feuerwehr nehmen den Ausbildungsdienst wieder auf. Es sei nur ein kleiner Schritt in Richtung Normalität, von der das gesamte Feuerwehrwesen leider noch sehr weit entfernt sei, sagt Uwe Waldaestel als Stadtjugendfeuerwehrwart.

„Es ist ein schmaler Grat, den Jugendlichen einerseits wieder ein Betätigungsfeld bieten zu können und andererseits den Vorgaben des Infektionsschutzes und der Dienstanweisungen gerecht zu werden.“ Uwe Waldaestel, Stadtjugendfeuerwehrwart

Die Jugendwarte und letztendlich auch die Jugendlichen haben in den vergangenen Monaten mit einem vorbildlich disziplinierten Verhalten und sehr viel Kreativität dazu beigetragen, einen Minimalbetrieb aufrechtzuerhalten. Mit allerlei Ideen für Online-Übungsdienste haben die Betreuer es geschafft, die Jugendlichen bei Laune zu halten. Es besteht kein Zweifel, dass sie auch der neuen Aufgabe gerecht werden und sie mit Bravour meistern werden: Die Aufnahme des Übungsdienstes für die Heranwachsenden ist ab dem 29. Juni unter den geltenden Abstands- und Hygieneregeln wieder möglich.

Kinder und Jugendliche sind sehr anpassungsfähig; daher macht ihnen die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wenig aus.“ – Uwe Waldaestel, Stadtjugendfeuerwehrwart

Um die Abstands- und Hygieneregeln auch im Übungsdienst richtig umsetzen zu können, wurde das Hygienekonzept auf die natürlichen Gegebenheiten unter Kindern und Jugendlichen angepasst. So bietet auch die Feuerwehr Wiesbaden dem Nachwuchs von heute an wieder ein abwechslungsreiches Programm an.  Gerade vor dem Umstand, dass viele Urlaubsreisen wegen der angespannten Situation wohl ausfallen werden, planen manche Jugendfeuerwehren in den Sommerferien spezielle Freizeiten für Jugendliche.

„Enger Kontakt zu den Kameradinnen und auch Gruppenübungen wären schön, aber die Heranwachsenden kommen sehr gut mit der Situation zurecht und verstehen die Notwendigkeit der Maßnahmen – manchmal sogar besser wie mancher Erwachsener.“ – Uwe Waldaestel, Stadtjugendfeuerwehrwart

Um eventuelle Infektionsketten wirkungsvoll zu unterbrechen, sollt die praktischen Ausbildungsdienste nur alle 14 Tage durchgeführt werden. Die Gruppengröße ist zunächst auf höchstens 15 Teilnehmer je Übungsstunde begrenzt. Gewöhnliche Gruppenübungen, wie der Löschangriff nach FwDv 3, wird es vorerst nicht geben. Stationsausbildung heißt das Zauberwort. Die verschiedenen Stationen, bei denen sich jeweils mit einem bestimmten Thema oder Gerät beschäftigt wird, sind einzeln oder im Trupp zu absolvieren. Im Rahmen des Hygienekonzeptes wurden nicht nur Vorgaben gemacht, sondern auch Tipps für mögliche Lehrinhalte gegeben.

Die Situation rund um das Pandemiegeschehen wird laufend beobachtet und die Regeln je nach Situation angepasst. Das kann im besten Fall weitere Lockerungen und schlimmstenfalls die Rückkehr zu den restriktiven Beschränkungen bedeuten. (Symbolfoto: FFBretzfeld from Pixabay)

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Die offizielle Internetseite der Wiesbadener Jugendfeuerwehr finden Sie unter jugendfeuerwehr-wiesbaden.de.

 

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