Sich auf die Spuren der Juden in Oberschlesien zu begeben, bedeutet Friedhöfe und leere Plätze einstiger Synagogen oder Gedenk- und Informationstafeln aufzusuchen.

Die industriell geprägte Region Oberschlesien wird nicht vordergründig mit Juden in Verbindung gebracht. Heute zeugen oft nur noch Gedenk- und Informationstafeln von deren Wirken, denn viele Stätten jüdischen Lebens existieren heute nicht mehr.

Fahrradwartung und -reparatur, kurz gefasst

Juden in Oberschlesien – Eine literarische und historische Spurensuche
Wann: Mittwoch, 3. November 2021, 18:30 Uhr
Wo: Haus der Heimat, Friedrichstraße 35, 65185 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: frei

Anmeldung erforderlich: kulturreferat@bdv-hessen.de, 0611-36019-18

So ist es kaum zu glauben, dass es in fast jeder größeren Stadt wie Gleiwitz, Beuthen, Kattowitz vor dem Zweiten Weltkrieg eine aktive jüdische Gemeinde mit einer repräsentativen Synagoge gegeben hat. Neben den Hinweisen erinnert dort heute ein Museum an die Geschichte der Juden. Es wurde kürzlich im ehemaligen Tahara-Haus am jüdischen Friedhof in Gleiwitz errichtet.

Jüdisches Leben kennenlernen

Julia Röttjer und Andrzej Kaluza sind Redakteure des vom Deutschen Polen-Institut herausgegebenen Jahrbuch Polen, das 2021 Oberschlesien gewidmet ist, und das sich in mehreren Beiträgen mit Juden und jüdischem Leben in der Region beschäftigt. Sie sprechen an dem Abend über einige Persönlichkeiten wie die Autorin Stefanie Zweig, die ihre Kindheit in Leobschütz verbrachte, dann mit ihren Eltern über Kenia („Nirgendwo in Afrika“) nach Frankfurt am Main kam und dort als Journalistin arbeitete, lesen Texte unter anderem aus dem Jahrbuch und stellen weitere Aspekte jüdischen Lebens in Oberschlesien im Bereich der Literatur-, Kultur- und Industriegeschichte vor.

„Im Fluss der Zeit – Jüdisches Leben an der Oder“

Der Vortrag findet begleitend zur Ausstellung „Im Fluss der Zeit – Jüdisches Leben an der Oder“ statt, die der BdV-Landesverband Hessen in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden und dem Deutschen Polen-Institut vom 20. Oktober bis 10. Dezember 2021 im Wiesbadener Haus der Heimat zeigt. 

Bild oben ©2021 Museum W. Gliwicach

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Die offizielle Internetseite vom Bund der Vertriebenen Landesverband Hessen e.V. finden Sie unter www.bdv-hessen.de.

 

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