Das am Kostheimer Aussichtsturm etwas geschehen muss, ist vielen klar. Das die Bürger mit eingebunden werden, ebenso. 

Und wenn es nicht mit einer Vorort Begehung funktioniert, dann virtuell. Wiesbadens Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler bedauert das und freut sich, den neuen Weg eingeschlagen zu haben: Es ist sehr bedauerlich, dass die aktuelle Lage es nicht zulässt, mit den Bürgern ins persönliche Gespräch zu kommen, um deren Ortskenntnisse und Sichtweise in die Planung einzubinden. Und wenn es eben nicht vor Ort möglich ist, dann virtuell. Alle die Interesse daran haben, sich bei der Gestaltung des Gebiets um den Kostheimer Aussichtsturm mit einzubringen, können sich mit Ihren Ideen und Gedanken per E-Mail einbringen.

„Trotz der besonderen Umstände bieten wir allen die Möglichkeit, sich in das Projekt einzubringen. Anregungen können bis Sonntag, 15. November, per E-Mail an stadtentwicklung@wiesbaden.de geschickt werden.“ –  Camillo Huber-Braun, Leiter des Stadtplanungsamtes,

Im Zuge der Fortführung des Regionalparkprojekts am Kostheimer Aussichtsturm soll das Umfeld des Aussichtsturms aufgewertet werden. Der Grundstein hierfür soll zunächst mit einer Entwurfsplanung gelegt werden. Der Siegerentwurf im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung stammt von DLA Die Landschaftsarchitekten. Bittkau-Bartfelder PartG mbB.

Gestaltungsidee

„Von der vorhandenen Linde auf einem Hochpunkt im Flößerpark bietet sich ein einmaliger Blick auf den Mainverlauf, der unter dem schattenspendenden Baum erlebt werden kann. An einem Kiosk kann an heißen Sommertagen eine Erfrischung eingenommen werden. Von hier aus spannen sich in der Entwurfsidee der Landschaftsarchitekten bis zum Vorplatz am Aussichtsturm einzelne Aufenthaltsbereiche, die bis zum Mainufer fortgesetzt werden können. Sitzstufen aus locker angeordneten Stein- und Betonblöcken laden zum Aufenthalt ein. Der Platz am Aussichtsturm wird durch die unteren Steinreihen aufgewertet. So gelingt es, dass der Platz aus allen Richtungen einsehbar wird und zum gemütlichen Verweilen einlädt. Am Aussichtsturm treffen sich zwei Routen des Regionalparks RheinMain: Die Regionalpark Rundroute, die in einem 190 Kilometer langen Bogen rund um Frankfurt führt, und die Regionalparkroute Leinpfad, die am Rhein entlang bis in den Rheingau nach Lorch führt. Mit der geplanten Aufwertung entsteht hier ein Entrée zum Wiesbadener Teil des Regionalparks.“

Pflanzenkonzept wird angepasst

Die Gestaltungsidee wird im Zuge der Entwurfsplanung bis Jahresende von DLA Die Landschaftsarchitekten. Bittkau-Bartfelder PartG mbB und vom Stadtplanungsamt noch überarbeitet. Insbesondere das Pflanzkonzept, die Verkehrsführung und der Zugang zum Wasser werden mit den Fachämtern weiterentwickelt. Die vertiefende Planung und Umsetzung erfolgt in den Folgejahren.

Finanzierung

Die Regionalpark Dachgesellschaft fördert die Entwurfsplanung zu zwei Dritteln, unterstützt durch Mittel des Landes Hessen und der Fraport AG. Die Landeshauptstadt Wiesbaden ist seit 2007 Teil des Regionalparks RheinMain. Der Regionalpark leistet einen wesentlichen Beitrag zur Naherholung in der Region. Sein ausgeschildertes Routennetz verbindet bereits heute über 300 Erlebnispunkte. Diese eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf eine Landschaft voller spannender Kontraste.

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Die offizielle Internetseite des Regionalpark RheinMain finden Sie unter www.regionalpark-rheinmain.de.

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