Die Pyramide, das Kolosseum oder die Chinesische Mauer –  diese Bauwerke sind mehr als 2.000 Jahre alt und stehen noch immer: erschaffen mit Hammer und Meißel.

Das Handwerk ist damit wörtlich mit Hammer und Meißel in Stein geschlagen: Den Beruf gibt es seit Jahrtausenden und es wird ihn noch lange weiter geben. Mit der Ausstellung Stein und Kunst stellt die Handwerkskammer Wiesbaden Ende August und bis Mitte September ein weit unterschätztes Handwerk in den Mittelpunkt

Handwerkskammer, kurz gefasst

Ausstellung Stein und Kunst
Wann: noch bis zum 11. September 2019
Öffnungszeiten: von Montag bis Donnerstag, 7:00 bis 18:00 Uhr, und freitags, 7:00 bis 16:30 Uhr
Wo: Handwerkskammer Wiesbaden,  (Anfahrt planen!)
Eintritt: frei

Wir nehmen die Ausstellung zum Anlass, und geben dem (Kunst-)Handwerk eine Bühne. Eine Plattform für die vielfältigen Tätigkeit zwischen Werk und Kunst, so eröffnete Kammerpräsident Klaus Repp diese Woche die Vernissage Skulpturen aus Stein auf dem Außengelände der Handwerkskammer Wiesbaden.

„Viele Menschen bringen den Beruf des Steinmetzes ausschließlich mit der Herstellung und Gestaltung von Grabsteinen und Urnenplatten in Zusammenhang.“ – Klaus Repp, Kammerpräsident

Meisterschüler und regionale Betriebe des Steinmetz-Handwerks präsentierten in Bierstadt eine Vielzahl von Skulpturen, mit denen sie vor allem handwerkliche Präzision und Kreativität beweisen. Die Besucher können dort unter anderem Sonnenuhren, einen Stuhl, eine Brunnensteele, einen Wappenstein, eine Gartenbank und weitere ansprechende Objekte aus Naturstein bestaunen. Alles von Hand geschlafen.

„Mit Fingerspitzengefühl, Kunstverständnis, Technikaffinität und der Liebe zu einem Naturprodukt werden Objekte geschaffen, die zum Betrachten und Philosophieren einladen.“ – Klaus Repp, Kammerpräsident

Doch ein Steinmetz macht mehr als Grabsteine und Urnenplatten. Das allein ist mit ein Grund dafür, jungen Menschen den Beruf des Steinmetz näher zu bringen. Denn auch hier scheinen die Tage, dass man sich um den Nachwuchs keine sorgen zu machen braucht, vorbei zu sein. So ist es deutlich schwieriger geworden, jungen Menschen die Faszination des Berufs  nahe zu bringen. Eine der größten Hürden sind sicher die bekannten Vorurteil. Die Ausstellung in der Handwerkskammer dient auch dazu, Vorurteile abzubauen.

Meister im Gespräch

Kammerhauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk interviewte im Anschluss den Obermeister der Steinmetz- und Steinbildhauer-Innung Wiesbaden Rheingau-Taunus, Holger Balz, sowie den Landesinnungsmeister, Karl Heinz Damm. Die rund 100 Besucher erfuhren durch diese Gesprächsrunde, welchen Herausforderungen das Handwerk der Steinmetze gegenüber stehe, welche technischen Hilfsmittel bevorzugt verwendet werden und welche Eigenschaften den Beruf des Steinmetzes zu einem Traumberuf machen.

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Die offizielle Internetseite der Handwerkskammer Wiesbaden finden Sie unter www.hwk-wiesbaden.de.

 

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