Auch wenn die Aufräumarbeiten im Zeitplan liegen, wird die Südbrücke aller Wahrscheinlichkeit nicht vor 2023 für den Verkehr frei gegeben. Das treibt die Kosten weiter in die Höhe.

Wir waren live dabei. Tausende haben die Sprengung der Salzbachtalbrücke am 6. November live am Bildschirm verfolgt. Haben mitgefiebert, dass bei den beiden kurz aufeinander folgenden Sprengungen, alles nach Plan läuft. Vielleicht hat der eine oder andere ja auch zu Hause mit den Beteiligten vor Ort mit geklatscht, nachdem die Sprengung geglückt ist. Nachdem sicher war, dass alles nach Plan gelaufen ist. Dass der bayerische Sprengmeister meisterhaft gearbeitet hat.

„Wir liegen im Zeitplan.“ – Matthias Achauer, Autobahn GmbH

Die eigentliche Arbeit wurde damit jedoch erst eingeleitet. Wir wir berichteten, haben sich zum Leid der Anwohner noch am selben Tag Kettenbagger, Radlader und Vorderkipper in Bewegung gesetzt, um die Trümmer der gesprengte Salzbachtalbrücke zu zerkleinern und abzutransportieren. Insgesamt 15000 Tonnen Abbruchmaterial gilt es seit dem von dem Baufeld  zu beseitigen. Wer sich an die Bilder vom Sprengtag erinnert, wird überrascht sein, was seit dem im Baufeld passiert ist. Das Zerlegen beider Brückenbauwerke ist in vollem Gange.

„Mithilfe eines Spezial-Bohrers bereiten wir bereits den Neubau der Brücke vor. Mit 46 Meter tiefen Bohrungen stellen wir bereits die Gründungen für den Neubau her.“ – Matthias Achauer, Autobahn GmbH

In den Bereichen der Bahntrasse und Bundesstraße sind die Trümmer bereits geräumt. Nach Auskunft der Autobahn GmbH laufe hier bereits die Abfuhr der „als Fallbett“ aufgeschütteten Sand- und Kies-Böden, – sodass bereits mit den abschließenden Räumaktivitäten angefangen wurde. Ziel der Autobahn GmbH ist es, dass noch vor Weihnachten die Züge im Bahnhof Wiesbaden ein- und ausfahren und der Verkehr wieder wie gewohnt über die B 263 rollen kann. Auch der Neubau der Salzbachtalbrücke wird bereits vorangetrieben. Auch wenn es vonseiten der Autobahn GmbH heißt, dass man im Zeitplan liege, so bleibt zu berücksichtigen, dass der neue Zeitplan gemeint ist. Der Zeitplan ab dem Tag der Sprengung – die sich bekannterweise um drei Monate nach hinten verschoben hatte.
Einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nach steht inzwischen fest, dass die verloren gegangene Zeit nicht aufzuholen ist und sich der im ersten Schritt in Angriff genommenen Neubau der Südbrücke bis 2023 verzögert – und diese nicht wie gehofft bereits im nächsten Jahr für den Verkehr freigegeben werden kann.

Bild oben ©2021 Autobahn GmbH

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Offizielle Informationen zur Salzbachtalbrücke finden Sie auf der Internetseite der Auotobahn GmbH.

 

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