Ende der 50 Jahre war vielerorts Wohnraum knapp. In Wiesbaden entschloss man sich, auf dem Gräselberg eine Großsiedlung zu bauen.

Die Siedlung Gräselberg ist Wiesbadens älteste und größte „Satellitenstadt“. Rund 6.000 Menschen leben im Dreieck von Erich-Ollenhauer-Straße, der Autobahn A 66 und der A 643, der Verlängerung der Schiersteiner Straße. Anfang des 21. Jahrhunderts bezeichneten die Bewohner sich und ihren Ortsteil nach seiner Selbsteinschätzung als vergessen und Niemandsland. Wenn der Ist-Zustand auch nicht rosig aussieht, soll sich das ändern. Das ändert sich!

Gräselberg, kurz gefasst

Auftaktveranstaltung – Städtebau-Förderung
Wann: 19. Mai 2018, 14:00 UHr
Wo: Quartiersplatz „Neue Mitte“, Wiesbaden Gräselberg (Klagenfurter Ring 84)

Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung eines „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“ 

Die Stadt Wiesbaden wurde mit dem Stadtteil Gräselberg in das Städtebau-Förderungsprogramm Soziale Stadt in Hessen aufgenommen. Als Fördermitglied werden dem Biebricher Ortsteil in den kommenden 8-10 Jahren deutliche Fördermittel des Bundes und des Landes für Maßnahmen zur zukunftsorientierten Entwicklung des Gräselbergs zugesprochen.

Städtebau-Förderungsprogramm

Die SEG Stadtentwicklungsgesellschaft mbH als Treuhänder der Landeshauptstadt Wiesbaden für den Bereich Stadterneuerung ist mit der Steuerung des Programms beauftragt. In Kooperation mit der NH-ProjektStadt erarbeitet die SEG derzeit ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept. Im ISEK werden Entwicklungsziele für das Quartier, aber auch ganz konkrete Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele beschrieben.

Dein Gräselberg

Die Erarbeitung eines erfolgversprechenden Entwicklungskonzepts ist ohne die intensive Beteiligung der lokalen Akteure, der ansässigen Wohnungsunternehmen und Gewerbetreibenden, der  Vertreter der Institutionen vor Ort aber insbesondere der Bürger nicht denkbar. Die SEG lädt daher am Samstag zusammen mit dem beauftragten Büro NH ProjektStadt zu einer open air Auftaktveranstaltung ein. Interessierte Gräselberger haben dabei auf dem Quartiersplatz „Neue Mitte die Möglichkeit zwischen 14.00 und 16.30 Uhr mit den Projektverantwortlichen ins Gespräch kommen und sich bei Kaffee und Kuchen austzutauschen. Es geht darum, sich in offener Atmosphäre zu Themen des Gräselbergs zu äußern. An einem großen Stadtteilmodell können Hinweise, Anregungen und Ideen bestens verortet werden. Für die kleinen Gräselberger gibt es ein kleines Rahmenprogramm mit Musik, Zauberei und Kinderschminken.

Postkartenaktion, jeder wird gefragt

Die Beteiligung zur Erarbeitung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts besteht aus mehreren Bausteinen. Zunächst wird ermittelt, an welchen Orten und zu welchen Themen konkreter Handlungsbedarf besteht. Um so viele Informationen wie möglich zu erhalten, startet mit der Auftaktveranstaltung eine Postkartenaktion. Alle Haushalte, Vereine und Institutionen vor Ort erhalten eine Antwortkarte, auf der Platz ist für Hinweise und Wünsche zur Weiterentwicklung ihres Wohnquartiers. In den Kitas und den Schulen werden Postkarten ausgeteilt, um gerade Familien mit Kindern zu aktivieren und intensiv einzubinden.

Plakataktion

Auf zwei Stadtteilrundgängen Anfang Juni, zu denen gesondert mit Plakaten (und hoffentlich viel Mundpropaganda) eingeladen wird, können nochmal vor Ort ganz gezielt Hinweise und Ideen eingebracht werden. Zusätzlich werden themenspezifische Experten-Workshops durchgeführt. So fließen Schritt für Schritt Zukunftsbilder, Ziele und Projektideen möglichst vieler Menschen in das Entwicklungskonzept für den Gräselberg ein.

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