Mild, windig und nass: Das sind die Schlagwörter für die nächsten Tage. Die weiße Weihnacht fällt wieder ins Wasser. Der Kälteschub ist vorbei. Auch dieses Jahr ist Weihnachten grün.

Tiefdruckgebiete nehmen uns in den Fokus und bringen immer wieder Regenwolken nach Deutschland. In der zweiten Wochenhälfte gesellt sich sogar ein starker bis stürmischer Wind dazu. Selbst einige Sturmböen sind nicht auszuschließen. Beim Verteilen der Geschenke kann der Weihnachtsmann sogar von einem Sturmtief Rückenwind bekommen. Wie stark dieser sein wird, ist noch nicht sicher.

Heiligabend Sturm statt Schnee

Heiligabend ändert sich an der Wetterlage zunächst nur wenig. Bei Temperaturen um 10 Grad ist Schnee im Flachland verbreitet auszuschließen. Nur in den äußersten Norden können sich ein paar Flocken verirren. Selbst in den Alpen steigt die Frostgrenze auf über 2000 Meter Höhe an. Aber es gibt noch immer Unsicherheiten. Nach einem Wettermodell sind Sturmböen möglich, von einem anderen wird deutlich weniger Wind berechnet.

Wie die Weihnachtstage weiter verlaufen werden, ist noch nicht in trockenen Tüchern. Möglicherweise wird aus Nordwesten und Norden kältere Luft ins Land strömen.

Grüne Weihnachten haben Vorteile

Weiße Weihnachten sind für viele der Inbegriff weihnachtlicher Romantik. Schnee steht auf der Weihnachtswetter-Wunschliste fürs Christkind deshalb immer ganz weit oben. Dabei haben grüne Weihnachten gegenüber der weißen Variante viele Vorteile, der größte unter ihnen: Schneeschaufeln entfällt! Schneematsch gelangt erst gar nicht in den Flur. Ganz zu schweigen von dem lästigen Streugut, das nun nicht von den Schuhen und Böden entfernt werden muss. Auch die Wahl der Schuhe ist nicht auf Exemplare mit dickem Profil beschränkt. Zudem entfällt das mühselige Schneeentfernen vom Auto.

Die Reise zu den Verwandten ist sicherer. Autofahrten und Spaziergänge werden nicht zur gefährlichen Rutschpartie wie in den vergangenen Tagen.  Bahnen und Busse können, sofern es nicht zu stark stürmt, problemlos fahren, Wartezeiten entfallen – zumindest in der Theorie. Sind die Temperaturen im Plusbereich, vereisen die Oberleitungen nicht. Es gibt keine Schneebrüche und somit liegen auch keine Bäume auf den Gleisen. Der Weihnachtsverkehr läuft also reibungslos.

Fest der Liebe nicht an eine Farbe gebunden

Die meisten von uns haben Weihnachten bisher vor allem grün erlebt. Die Erinnerung an die weiße Weihnacht der Kindheit beruht erwiesenermaßen auf einer positiven Gedächtnisverzerrung. Rein statistisch gesehen liegt die Chance auf weiße Weihnachten im Flachland nur bei 10 bis 20 Prozent. Allein im Bergland sieht es besser aus.

Der Romantik hat das ausbleibende Weiß noch nie geschadet. Nachweislich werden um die Festtage die meisten Kinder gezeugt, die dann im September geboren werden. Das Fest der Liebe ist demnach nicht an eine Farbe gebunden. Weihnachten ganz ohne die weiße Pracht verbringen im Übrigen die meisten Menschen auf dieser Welt. Die Heilige Familie und die Heiligen Drei Könige werden die Geburt des Jesuskindes auch ohne Schnee gefeiert haben. Denn Schneefall ist in Bethlehem ein sehr seltenes Ereignis.

Grün hat weihnachtliche Botschaft 

Auch in Sachen Farbsymbolik steht Grün der Farbe Weiß in nichts nach. Bedeutet Weiß Reinheit, Unschuld und Unendlichkeit, steht Grün hingegen für die Auferstehung, Erneuerung und nicht zuletzt für Hoffnung, die ja der Motor aller guten Wünsche ist.

Nicht zuletzt ist unser Weihnachts-Symbol schlechthin grün. Der geschmückte Nadelbaum ist als Symbol und Mittelpunkt des Weihnachtsfestes nicht wegzudenken.

Foto oben ©2022 WetterOnline / Shutterstock

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