Der Anschlag in Halle (Saale) am 9. Oktober 2019 war ein versuchter Massenmord an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag. Ein Rechtsextremist versuchte in die Synagoge im Paulusviertel einzudringen,

 Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat anlässlich des Jahrestages des mutmaßlich rechtsextremen Anschlags von Halle gemahnt, die Gesellschaft dürfe nicht nachlassen, sich „mit aller Kraft“ gegen rassistisch motivierte Taten zu stellen. Die Bilder sind in unseren Köpfen. Wir sind noch immer fassungslos, wie Menschen zu so einer Tat fähig sein können. Meine Anteilnahme richtet sich am heutigen Tag besonders an die Familien und Angehörigen der Opfer, erklärte der Hessische Ministerpräsident.

„Der 9. Oktober ist uns allen eine deutliche Mahnung: Rassismus, Hass und Hetze dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Es ist die Aufgabe aller Demokratinnen und Demokraten, dafür einzustehen.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Der mutmaßliche Attentäter plante zunächst an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, einen Anschlag auf die Synagoge von Halle. Dort fand zum Zeitpunkt der Tat ein Gottesdienst statt. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben. Nur durch Glück blieb die Gemeinde verschont: Der Täter scheiterte an der robusten Tür des Gotteshauses. Es ist schon fast ein Wunder, dass nicht noch mehr passiert ist. Wir gehen und werden auch weiterhin entschlossen gegen den Antisemitismus vorgehen. Menschen jüdischen Glaubens haben über viele Jahrhunderte unser Land geprägt und es erfolgreich mitgestaltet, so Bouffier.

„Ob im Verein, Stammtisch oder in den Sozialen Medien. Wir alle müssen weiterhin unsere Stimmen gegen derlei Taten erheben.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Die Hessische Landesregierung ist unmittelbar nach dem Attentat von Halle auf den Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen und auf die Jüdische Gemeinde in Frankfurt zugegangen. Parallel dazu hat der Hessische Landtag zusätzliche Mittel in Höhe von 5,5 Millionen Euro beschlossen, um Wachpersonal einzusetzen und erweiterte Schutzmaßnahmen zu veranlassen. Geld alleine löst jedoch das Problem nicht:  Menschen jüdischen Glaubens müssen ohne Angst mit uns leben können. Dafür werden wir uns weiter energisch einsetzen, so der Ministerpräsident abschließend.

Die Tat

Kurz vor dem Anschlag erschien auf dem Imageboard Meguca ein Link auf ein Bekennerschreiben des Täters in englischer Sprache. Er gab darin Auskunft über sein Vorhaben und über seine Motive, insbesondere seinen Antisemitismus: Ursprünglich habe er eine Moschee oder ein Antifa-Zentrum stürmen wollen, weil sie schlechter bewacht seien. Doch wolle er vorrangig Juden ermorden. Der ganze Artikel ist auf Wikipedia nachzulesen.

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