Fast 70 Menschen sterben in Europa täglich im Straßenverkehr. Übermüdung, Ablenkung oder zu schnelles Fahren gelten häufig als Ursache. Aktionstag: sicher.mobil.leben.

Kraftfahrzeuge werden immer sicherer. Technische Hilfsmittel übernehmen zunehmend Aufgaben und warnen Autofahrer in kritischen Situationen. Dennoch ist die Zahl der Verkehrstoten  verhältnismäßig hoch. Europaweit hat sich die Polizei hier zusammengeschlossen um auf Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen. Bereits zum dritten mal gilt am 19. September der Aktionstag: EDWARD – European Day Without A Road Death – Ein Tag ohne Verkehrstote. es geht darum Gefahren sichtbar zu machen und Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren.

Polizeipräsidium Westhessen

Mittwoch und Donnerstag finden im Rahmen der europaweit durchgeführten Aktionstage, auch im Bereich des  Polizeipräsidiums Westhessen, mehrere polizeiliche Maßnahmen zur  Erhöhung der Verkehrssicherheit statt. Das europaweite Polizeinetzwerk TISPOL – Traffic Information System Police hat sich bereits seit mehreren Jahren, verbunden mit dem Motto „Grenzen  überschreiten, um Leben zu retten!“, zur Aufgabe gemacht, die Zahl der Verkehrsunfallopfer zu senken. Entsprechend dieses Zieles findet am 19. September die Verkehrssicherheitsaktion EDWARDEuropean Day Without A Road Death statt. Die im Bereich der hiesigen Polizeidirektionen stattfindenden Maßnahmen stellen sich in Form einer Präventionsveranstaltung im Bereich der Fußgängerzone in  Eltville und auch im Rahmen von Geschwindigkeits- oder Abstandsmessungen an unterschiedlichen Stellen der sechs Direktionsbezirke dar.

sicher.mobil.leben

Darüber hinaus findet am Donnerstag, 20.09.2018, unter dem Motto „sicher.mobil.leben“ die Aktion „Focus on the road“ statt. Durch polizeiliche Anhalte- und Kontrollmaßnahmen, in deren Fokus die Feststellung von Verstößen gegen die Gurtpflicht und Verstöße gegen die Nutzung von elektronischen Geräten, wie zum Beispiel Smartphones, stehen, soll im Flächenbereich des Polizeipräsidiums Westhessen und auch mittels einer Präventionsveranstaltung in der Wiesbadener Innenstadt im Schwerpunkt auf die Gefahren im Straßenverkehr durch Ablenkung aufmerksam gemacht werden. So verringert Ablenkung am Steuer die Aufmerksamkeit auf das Verkehrsgeschehen und verlängert die Reaktionszeiten.

Handy am Steuer

Durch die Nutzung von Kommunikationsmitteln  während der Fahrt erhöht sich das Unfallrisiko um mindestens das Vierfache. Wobei die Erhöhung des Unfallrisikos für Fahranfänger und erfahrene Autofahrer gleichermaßen gilt. Zu beachten ist, dass das Telefonieren und das Texten während der Fahrt genauso gefährlich ist, wie das Fahren mit 0,8 bis 1,0 Promille Blutalkohol. Als Kombination mit dem verstärkten Blick auf Smartphones am Steuer hat sich als zweiter Kontrollschwerpunkt die Einhaltung der Gurtpflicht bewährt. Sicherheitsgurte retten Leben und die Schwere der Unfallfolgen hängt oftmals davon ab, ob ein Sicherheitsgurt angelegt war oder nicht.

TISPOL

TISPOL steht für „Traffic Information System Police“. Hervorgegangen aus einem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union, handelt es sich um eine Nicht-Regierungsorganisation mit Hauptsitz in London. Dieses europäischeVerkehrspolizei-Netzwerk hat die Aufgabe, europaweit nationale Aktionen zur Durchsetzung der Vorschriften im Verkehrssektor zu koordinieren. Hauptziel ist die Reduzierung der auf Europas Straßen Getöteten und Schwerverletzten. TISPOL geht davon aus, dass die Verkehrsüberwachung und -ausbildung einen bedeutenden Beitrag zur Verminderung der Zahl von Verkehrsunfallopfern leistet.

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