Keine Frage, er ist vertraut mit der aktuellen archivwissenschaftlichen und archivrechtlichen Diskussion und hat mehrere Jahre Berufserfahrung im kommunalen Archivwesen vorzuweisen. Ein optimaler Kandidat also.

Das Stadtarchiv Wiesbaden erhält eine neue Leitung. Am 1. Mai 2020 beginnt Dr. Peter Quadflieg, der bislang im Belgischen Staatsarchiv als Chef de Travaux und stellvertretender Dienststellenleiter des Staatsarchivs in Eupen/ Belgien tätig war, seinen Dienst in Wiesbaden. Dr. Quadflieg tritt die Nachfolge von Dr. Brigitte Streich an, die Ende 2019 aus Altersgründen ausgeschieden war. Die Stelle war deutschlandweit öffentlich ausgeschrieben gewesen.

„Das Stadtarchiv Wiesbaden, dass das historische Erbe der Stadt Wiesbaden bewahrt, hat eine große Bedeutung für das Kultur- und Bildungsleben unserer Stadt.“ – Kulturdezernent Axel Imholz

Eine Vielzahl der Wiesbadener, quer durch alle Alters- und Sozialgruppen, nutzen das ‚historische Gedächtnis der Stadt‘ in Dotzheim. Sie sind gern gesehene Gäste und verbringen mitunter Stunden im Museum und den Sichtungsräumen des Stadtarchivs. Mit der neuen Leitung übernimmt der gebürtige Aachener Dr. Quadflieg neben den operativen Leitungsaufgaben, die strategische Weiterentwicklung des Archivs. Dazu zählt insbesondere die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zur zukunftsweisenden Digitalisierung.

„Dass diese wichtige Stelle wieder besetzt ist bereitet mir eine große Freude. Gleichzeitig möchte ich allen Mitarbeitern sowie der kommissarischen Archivleitung dafür danken, dass die vergangenen Monate der Leitungsvakanz gut überbrückt werden konnten.“ – Kulturdezernent Axel Imholz

Das Stadtarchiv der Landeshauptstadt Wiesbaden, zu dem auch das Medienarchiv sowie die Gedenkstättenarbeit gehören, hat seinen Sitz Im Rad 42. Aufgrund der Corona-Krise ist es momentan für die öffentliche Nutzung geschlossen. Anfragen können dennoch unter stadtarchiv@wiesbaden.de an das Stadtarchiv gerichtet werden.

Zur Person Peter Maria Quadflieg

Quadflieg wurde 1982 in Aachen geboren. Von 1988 bis 2001 besuchte er Schulen im Ausland – darunter unter anderem die Zweigstelle Istanbul der Deutschen Schule Ankara und die Deutsche Schule Paris. Nach dem Abitur am Königlichen Athenäum Eupen (Belgien) studierte er an der RWTH Aachen Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Volkswirtschaftslehre. Von 2004 bis 2007 war er studentische Hilfskraft im DFG-geförderten Forschungsprojekt Überregionale Erschließung personenbezogener Quellen zu Angehörigen der bewaffneten Formationen des ‚Dritten Reiches‘“.

2009 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehr- und Forschungsgebiet Wirtschafts-, Sozial- und Technologiegeschichte (Paul Thomes) der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. 2014 wurde er mit der Dissertation Gerhard Graf von Schwerin (1899–1980). Karrierepfade eines Generals zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik zum Dr. rer. pol. (summa cum laude) promoviert. Von 2015 bis 2017 war er Archivreferendar beim Hessischen Staatsarchiv Marburg und an der Archivschule Marburg. Nach seiner archivischen Staatsprüfung zum Assessor des Archivwesens, ist er seit Juni 2017 als stellvertretender Dienststellenleiter beim Staatsarchiv in Eupen beschäftigt – und kommt zum 1. Mai nach Wiesbaden. ∆

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Die offizielle Internetseite des Stadtarchivs finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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