City-E-Tankstellen: Sie sind ein Zeichen in Richtung Verkehrswende und mit ein wichtiger Baustein, um die drohenden Diesel-Fahrverbote in der Landeshauptstadt langfristig abzuwenden.

Baustellen gehören in Wiesbaden nicht erst seit gestern zum Alltag. Neu hingegen sind die Baustellen, an denen der Hinweis prangt: „An diesem Standort errichtet ESWE Versorgung für Sie eine öffentliche Ladestation für Elektrofahrzeuge.“ Auch wenn die Zahl der Elektrofahrzeuge in der Landeshauptstadt noch verhältnismäßig gering ist – Die Kennzeichnung weist in die Zukunft und damit in die richtige Richtung. So haben Projektleiter Johannes Kraft, Ralf Schodlok, Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgungs AG, und Verkehrsdezernent Andreas Kowol am Dienstag in der Innenstadt die erste von 20 City-E-Tankstellen mit 2 Ladepunkten eröffnet. Der Magistrat der Landeshauptstadt hatte am 5. Juni den Weg zu der Errichtung von öffentlichen E-Tankstellen im Stadtgebiet  gemacht.

„Viele Autofahrer sind verunsichert, fürchten Einschränkungen für Dieselfahrzeuge. In dieser Zeit haben wir die Initiative ergriffen und schaffen die Voraussetzungen für echte und vernünftige Mobilitätsalternativen.“ – Ralf Schodlok, Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgungs AG

Bei den neuen Ladesäulen handelt es sich um Modelle des renommierten deutschen Herstellers ABL mit jeweils zwei Ladesteckdosen des Typs 2 und einer Ladeleistung von 22 kW. Damit lassen sich E-Fahrzeuge bis zu 10 Mal schneller aufladen als an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose. Mit dem richtigen Ladekabel ist jedes Elektroauto anschließbar – egal, ob es sich um Elektroautos mit Typ-1- oder Typ-2-Steckanschluss handelt.

 „Unsere Experten hatten die Standorte für entsprechende E-Tankstellen unter den Gesichtspunkten räumliche Verteilung, Sichtbarkeit, Parkplatzanzahl und Verweildauer von Ladekunden ausgewählt.“ – Ralf Schodlok, Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgungs AG

Die Kosten für die 20 City-E-Tankstellen liegen bei rund 250.000 Euro. Das Land Hessen hat Fördermittel von etwa 100.000 Euro bewilligt. ESWE Versorgung übernimmt Installation, Betrieb, Wartung, Instandhaltung und  Abrechnung der Säulen. Im Gegenzug stellt die Landeshauptstadt die Parkflächen zur Verfügung und bewirtschaftet sie. Zusätzlicher Nutzen für Besitzer von Elektrofahrzeugen: Sie dürfen während des Aufladevorgangs tagsüber für zwei Stunden kostenlos auf den Flächen parken, nachts sogar zeitlich unbegrenzt.

„Die Zusammenarbeit mit den beteiligten Ämtern und Ortsbeiräten im Rahmen der Genehmigung hat bestens funktioniert. Die exakte Parkplatzbeschilderung und -markierung erfolgtin enger Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde und dem Tiefbauamt im nächsten Monat.“ – Johannes Kraft, Vertriebsingenieur Energienahe Dienstleistungen bei ESWE

Gemeinsam mit dem ESWE-Vorstandsvorsitzenden Schodlok übernahm Dezernent Kowol die heutige Einweihung am Kranzplatz. „Die Elektrifizierung von Individual- und Nahverkehr ist neben Verkehrslenkung und -verlagerung, Radverkehr, Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs und einer verbesserter Logistik eines der Oberthemen innerhalb unseres Maßnahmenkatalogs, um die Einhaltung von Schadstoffgrenzwerten zu erreichen“, sagt Kowol.

„Ich bin sicher, dass sich der Verkehr in unserer Stadt entscheidend ändern lässt. Die aktuelle Initiative von ESWE Versorgung ist ein wichtiger und wegweisender Schritt in diese Richtung.“ – Andreas Kowol, Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr

Der Wiesbadener Energiedienstleister betreibt aktuell bereits 23 öffentliche Ladestationen mit 38 Ladepunkten an 13 Standorten auf ESWE-eigenen und privaten Flächen – auch in Eltville, Taunusstein, Rüdesheim und Mainz-Kastel. Nun werden es wöchentlich mehr! „Durch die große Marktnachfrage dauern zwar einige Liefertermine länger als geplant, wir werden jedoch bis Ende Oktober alle 20 Ladesäulen in Wiesbaden errichtet haben,“ so Schodlock abschließen. Dann stehen auch die letzten Beschilderungen, damit die Parkplätze nicht mehr von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zugestellt werden.

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