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Ein Ehrengrab auf dem Friedhof Kastel erinnert an Heinrich Löffelholz, der Kastel mit Wasser, Licht und Infrastruktur in die Moderne führt.

Darum erhält ein ehemalige Bürgermeister in Kastel ein Ehrengrab

Der Magistrat würdigt Heinrich Löffelholz mit einem Ehrengrab bis 2045. Der frühere Bürgermeister von Kastel treibt Wasser- und Elektrizitätsversorgung, Straßenbau und Brückenprojekt voran. Seine Politik baut Infrastruktur – und verbindet eine Gemeinde nachhaltig.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 2 Tagen vor 0

Ehrengrab für Heinrich Löffelholz: Wiesbaden ehrt den Kasteler Bürgermeister, der Wasser, Licht und Wege schuf – und Geschichte greifbar macht.

Der Magistrat und der Ältestenrat der Landeshauptstadt Wiesbaden fassen einen Beschluss, der Geschichte sichtbar macht. Die Grabstätte von Heinrich Löffelholz auf dem Friedhof Kastel erhält bis Ende 2045 den Status eines Ehrengrabes. Die Entscheidung würdigt ein Leben, das sich nicht in Reden erschöpft, sondern in Leitungen, Pflastersteinen und Licht mündet.

Warum Ehrengräber wirken

Ehrengräber erinnern nicht nostalgisch, sondern ordnen Geschichte ein. Wiesbaden verleiht sie Menschen, die Stadt und Gesellschaft nachhaltig prägen. Das Ehrengrab für Heinrich Löffelholz macht sichtbar, wie kommunale Politik wirkt, wenn sie baut, verbindet und versorgt. Geschichte liegt hier nicht fern – sie liegt im Boden und reicht bis in den Alltag.

Heinrich Löffelholz übernimmt von 1890 bis 1908 das Amt des Bürgermeisters einer damals eigenständigen Gemeinde. Kastel wächst, die Aufgaben wachsen mit. Löffelholz verwaltet nicht nur, er gestaltet. Er nutzt Spielräume, bündelt Einnahmen, koordiniert Bauprojekte. Als Kastel 1908 nach Mainz eingemeindet wird, endet seine Amtszeit – sein Werk jedoch wirkt fort.

Wasser, Licht und Wege

Die Modernisierung trägt Handschrift. Das Wasserwerk ersetzt Hof- und Gemeindebrunnen, bringt sauberes Wasser in die Häuser und Abwasser in geordnete Bahnen. Straßen erhalten Pflaster, Kanäle entstehen. Ab 1904 versorgt das Wasserwerk auch Amöneburg. Parallel liefert das Elektrizitätswerk Strom – zunächst für die Straßenbeleuchtung. Privathäuser folgen später. Fortschritt kommt schrittweise, aber konsequent.

Brücke in die Zukunft

In Löffelholz’ Amtszeit fällt auch der Bau der Kaiserbrücke. Sie verbindet Mainz und Kastel, schafft Nähe, beschleunigt Austausch. Infrastruktur wird hier nicht abstrakt gedacht, sondern konkret gebaut. Dass industrielle Großunternehmen wie Dyckerhoff und Kalle & Albert hohe Steuereinnahmen sichern, nutzt der Bürgermeister klug – für das Gemeinwesen.

Anerkennung und Erinnerung

Auszeichnungen folgen: 1903 der Verdienstorden II. Klasse Philipps des Großmütigen, 1905 die Erlaubnis, den Roten Adlerorden IV. Klasse zu tragen. Beides ehrt zivile Verdienste – und verweist auf kommunale Leistung. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende betont, Kastel verdanke Löffelholz viel: Verantwortung, Modernisierung, Weitblick.

Foto – Ein Ehrengrab auf dem Friedhof Kastel erinnert an Heinrich Löffelholz, der Kastel mit Wasser, Licht und Infrastruktur in die Moderne führt. ©2025 LH Wiesbaden

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