Corona hat die Welt verändert. Nicht alles war und ist negativ . Es bleibt zu wünschen, dass sich etwa die gesteigerte Rücksichtnahme auf Risikogruppen in die neue Normalität mit retten lässt.

Von Bürgermeister Oliver Franz

Die letzten Wochen und Monate waren für uns alle schwer. COVID-19 hatte uns fest im Griff und wir mussten uns ständig auf neue Regelungen einstellen. In Wiesbaden und Deutschland hatten wir die Zahl der Corona-Neuinfektionen lange Zeit gut im Griff. Durch die Lockerungen steigen sie nun wieder. Die Wiesbadener haben in den vergangenen Wochen und Monaten viel Verständnis für Auflagen und Vorschriften sowie eine hohe Disziplin im Kampf gegen das Coronavirus gezeigt. Es wurde in den vergangenen Wochen und Monaten vieles richtig gemacht. Entscheidend für den Erfolg wird weiter sein, dass die Bürger aktiv mitarbeiten. Nur wenn wir Hygiene- und Abstandsregeln einhalten, können wir besonders gefährdete Gruppen schützen. Dies gilt gerade angesichts vieler ersehnter Lockerungen. Je mehr gesellschaftliches Leben wieder zugelassen wird, umso mehr kommt es auf Sorgfalt und Achtsamkeit eines jeden Einzelnen an, gerade gegenüber denjenigen, die am stärksten gefährdet sind.

Ich appelliere daher dringend, die AHA-Regel einzuhalten. Das bedeutet Abstand zu wahren, auf Hygiene zu achten und eine Alltagsmaske zu tragen.

Als Bürgermeister und Dezernent liegen in meinem Verantwortungsbereich neben dem Gesundheitsamt und den Kliniken, die Bereiche Recht und Ordnung. Schließlich bin ich auch Wirtschaftsdezernent. Daher war ich in den letzten Wochen und Monaten massiv gefordert, weit über das übliche Maß hinaus. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung unterstützen dabei im besonderen Maße und auch weit über das eigentliche Arbeitspensum hinaus.

Mit dem eingerichteten Verwaltungsstab, dessen Leitung ich seit Ausbruch der Corona Pandemie innehabe, haben wir eine leistungsstarke Organisationsstruktur aufgebaut und die Arbeit macht trotz der Belastung Freude.

Auch die Wiesbadener Krankenhäuser sind gut aufgestellt. Die Mitarbeiter der Kliniken machen einen hervorragenden Job. Die Landeshauptstadt steht mit ihnen in einem ständigen Austausch und koordiniert das Handeln. Für die Arbeit der Mitarbeiter in der Verwaltung und Kliniken möchte ich mich bedanken. Mein Dank gilt auch jedem, der sich in der Zeit des Lockdowns und darüber hinaus an die Regeln hält.

Corona ordnet das Arbeitsleben neu

Corona birgt aber auch Chancen und Möglichkeiten. Die Welt wird sich durch Cornoa in Sachen Digitalisierung verändern und schneller voranschreiten. Es wurde deutlich, dass nicht jede Sitzung als Präsenzsitzung stattfinden muss, sondern auch Treffen der G7 Staaten wie auch die Sitzungen des Wiesbadener Verwaltungsstabes gut per Videokonferenz abgehalten werden können.

Wir machen gerade die Erfahrung, dass das Homeoffice für viele eine funktionierende Alternative sein kann. Zugleich könnten damitdie Pendlerströme in die Stadt und das Verkehrsaufkommen insgesamt deutlich reduziert werden. Online-Bestell-Systeme werden im Einzelhandel immer wichtiger werden. Auch im Gesundheitswesen und der öffentlichen Verwaltung wird die Digitalisierung weiter voranschreiten.

Aus Corona für die Zukunft lernen

Ich glaube, dass wir aus der momentanen Krise auch viel lernen können. Die Menschen sind in der Zeit des Lockdown vernünftig und verantwortungsvoll miteinander umgegangen. Die gegenseitige Rücksichtnahme auf die schwächeren und Risikogruppen war beispielhaft. Ich wünsche mir, dass wir dieses Verantwortungsbewusstsein über diese Krise konservieren und die Welt dadurch etwas menschlicher wird. Für die Politik gilt es, die richtigen Lehren aus der Pandemie zu ziehen, denn die nächste Pandemie kommt bestimmt! (Foto: Reinhard Berg)

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