Ein Knaller für Wiesbaden. Der Projektentwickler Art Invest mit Büro in Frankfurt erhält den Zuschlag für die „City-Passage.“  

Das Konzept des institutioneller Investors und Projektentwicklers kommt exakt zum richtigen Zeitpunkt. Ebenda, wie sich Wiesbadens Fußgängerzonen im Umbruch befunden. Zu einer Zeit, in dem sich die Menschen auf der Suche nach mehr Individualität befinden – und das Interesse an den uniformen wenig prägenden Einzelhandel finden. Die Mauritius Höfe, vom Gedanken her ein wenig angelehnt an die Fünf Höfe in München verstehen sich als Gegenentwurf. Auf dem 7200 Quadratmeter großen Areal planen die Investoren eine kleinteilige Struktur im Einzelhandel mit klaren Wegebeziehungen und durchwachsen von gastronomischen Angeboten, sodass Kunden in dem offen und doch verwinkelt gestaltetem Komplex immer ein Ziel haben.

„Mit dem erfolgreichen Abschluss des Bieterverfahrens und dem Verkauf an einen langfristig orientierten Investor ist ein wichtiger Meilenstein erreicht, um die Attraktivität und Belebung des Standortes nachhaltig sichern.“ – Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister und Vorsitzender des WVV-Aufsichtsrates

Vergangenen Freitag der Aufsichtsrat der WVV Wiesbaden Holding GmbH (WVV) den Weg frei gemacht. Im Bieterverfahren hat die Art-Invest Real Estate Management GmbH & Co. KG, kurz Art-Invest, den Zuschlag erhalten – der Magistrat hat heute am 25. Januar dem hierzu entworfenen Kaufvertrag zugestimmt. Pro forma geht die Magistratsvorlage in die Stadtverordnetenversammlung, die dann darüber bescheiden wird.

„Das rund 7200 Quadratmeter große Areal ist für die Weiterentwicklung der Wiesbadener Innenstadt ein prägendes Schlüsselgrundstück.“ – Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister und Vorsitzender des WVV-Aufsichtsrates

Der Investor und Projektentwickler Art-Invest Real Estate erfülle sämtliche Vergabekriterien. In dem zweistufigen EU-Vergabeverfahren habe mit seinem Konzept der Mauritius Höfe auch inhaltlich am meisten überzeugen, führte Andreas Guntrum als Geschäftsführer der SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH (SEG) im Pressegespräch am Dienstagmittag aus.

„Im Rahmen einer Gesamtbewertung des Angebotes von Art-Invest Real Estate waren insbesondere die Finanzierungs- und Umsetzungssicherheiten zentrale Kriterien, die in den Entscheidungsprozess eingeflossen sind.“ – Bernadette Boot, erläutert WVV-Geschäftsführerin

Mit allen Bewerbern, die fristgerecht Angebote eingereicht haben und darlegen konnten, dass sie die Vergabekriterien erfüllen, seien in den letzten Wochen und Monaten intensive Verhandlungen und Abstimmungsgespräche geführt worden. Dabei habe sich sich herauskristallisiert, dass Art-Invest Real Estate als Bestbieterin nicht nur sämtliche Anforderungen erfülle, sondern mit dem präsentierten Entwurf auch städtebaulich überzeuge, fasst Guntrum die Bewertung des Angebotes zusammen.

„Ein geschlossenes Einkaufszentrum ist an dieser Stelle im Stadtgefüge nicht mehr die zeitgemäß.“ – Andreas Guntrum, Geschäftsführer der SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH

Zu den Kernelementen des präsentierten Bebauungskonzepts zähle vor allem die Sicherstellung der durchgängigen Wegeverbindung zwischen Schwalbacher Straße, Kirchgasse und Kleine Schwalbacher Straße sowie die Anbindung an die Faulbrunnenstraße.  Mit der jetzt geplanten Durchwegung des Innenstadt-Blocks werde die Belebung des Quartiers sichergestellt. Das gilt umso mehr, da sich Art-Invest Real Estate vertraglich dazu verpflichtet, die Erdgeschosszone an belebende Nutzungen, wie beispielsweise Einzelhandel und Gastronomie, zu vermieten. In den oberen Geschossen sind Flächen für weitere gewerbliche Nutzungen vorgesehen, die für zusätzliche Frequenz sorgen – wie zum Beispiel ein Hotel und Büroflächen. Darüber hinaus sind auch Wohnungen geplant, so dass der Standort zukünftig von einem vielseitigen Nutzungsmix geprägt wird.

„Aufgrund der besonderen Bedeutung des innerstädtischen Grundstücks für die Stadtentwicklung haben wir gesamtstädtisch ein großes Interesse an einer zeitnahen und finanziell abgesicherten Realisierung der Projektentwicklung.“ – Bernadette Boot, erläutert WVV-Geschäftsführerin

Um die Interessen der Stadt Wiesbaden auch nach Abschluss des Verkaufs zu wahren und abzusichern, habend ie Verhandler der Stadt im Kaufvertrag umfangreiche Regelungen getroffen und entsprechende Maßnahmen fixiert. Stephen von der Brüggen, Geschäftsführer und Niederlassungsleiter Frankfurt bei Art-Invest Real Estate, freut sich, dass sein Team mit seinem Konzept überzeugen konnten und den Zuschlag für das Projekt Mauritius Höfe erhalten habe.

“Das Vertrauen, das uns von Seiten der Wiesbadener Stadtpolitik entgegengebracht wird, wissen wir zu schätzen. Wir freuen uns auf die bevorstehende Aufgabe, nach gemeinsamer Idee mit KSP Jürgen Engel Architekten an dieser bedeutenden Lage in Wiesbaden ein hochattraktives, gemischtes Quartier zu entwickeln und eine neue Adresse zu etablieren. Die Mauritius Höfe werden im Herzen Wiesbadens eine hohe Aufenthaltsqualität für Mieter, Nutzer und Besucher bieten.“Stephen von der Brüggen, Art-Invest Real Estate, Niederlassungsleiter Frankfurt 

Die Pläne stehen. Die Ämter sind bereits informiert. Bis 2027 soll die Mauritius Höfe fertig sein. Das klingt sehr ambitioniert. Da alle Hand in Hand arbeiten, ist es aber machbar! Und das wirklich etwas passiert, ist vertraglich geregelt. Wenn nach Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung im ersten Quartal der Kaufvertrag final unterschrieben und die Kaufverhandlungen abgeschlossen sind, muss der Investor innerhalb von zwölf Monaten seinen Bauantrag eingereicht haben. Niemand zweifelt daran, dass es so sein wird. Dass das Konzept viele Möglichkeiten bergen wird, dass der lang gehegte Wunsch Realität wird und an diesem zentralen Ort in Wiesbaden neues Leben entsteht.

Bild oben ©2022 Art-Invest

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