Das anhaltend niedrige Zinsniveau, die steigende Beschäftigungszahlen und das besser werdende weltwirtschaftliche Umfeld beflügeln die Konjunkturdaten.

Die hessischen Handwerksbetriebe sind gut ins neue Jahr gestartet. Jahreszeitlich bedingt waren zwar viele der Konjunkturindikatoren rückläufig, allerdings waren die Korrekturen nur sehr gering, daher war die Stimmung bei den Umfrageteilnehmern sehr gut. Das positive Konsumklima, die steigende Beschäftigtenzahlen, das anhaltend niedrige Zinsniveau, weiterhin viele Baugenehmigungen und ein verbessertes weltwirtschaftliches Umfeld sprechen ebenfalls dafür.

Bestes 1. Quartal seit Beginn der Konjunkturerhebung

Im Untersuchungszeitraum Januar bis März bewerteten 87,4 Prozent der befragten Betriebsinhaber ihre aktuelle Geschäftslage mit „gut“ oder „befriedigend“. Die Geschäftserwartungen bleiben außerordentlich optimistisch: Für das 2. Quartal erwarten gut 90 Prozent der Betriebe gute und befriedigende Geschäfte (Vorjahr: 83,8 Prozent). Diese Zahlen sorgten für einen weiteren Schub beim Geschäftsklima.

„Die ersten drei Monate des laufenden Jahres sind damit das beste erste Quartal seit Beginn der hessischen Konjunkturerhebung.“ – Heinrich Gringel, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern.

Besonders stark präsentierten sich die Baugewerke, die industriellen Zulieferer und die Gesundheitshandwerke, die deutlich über dem Durchschnitt des Gesamthandwerks lagen. Die Auftragsreichweiten waren in den Betrieben auf durchschnittlich 7,8 Wochen weiter angestiegen, das waren 0,7 Wochen mehr als im Frühjahrsquartal 2016.

Baugewerbe

Im gesamten Bauausbaugewerbe lag der Wert bei über zwei Monaten. Der Anteil der Betriebe mit gleichgebliebenen bzw. gestiegenen Auftragseingängen war zwar saisonal etwas rückläufig und lag im Berichtsquartal bei 77,1 Prozent, vor Jahresfrist war dieser Wert allerdings um 5,7 Prozentpunkte niedriger.

Steigende Umsätze

Die Umsätze blieben angesichts der Jahreszeit auf gutem Niveau: 71,1 Prozent der Betriebsinhaber berichteten über gestiegene bzw. gleichgebliebene Umsätze und 28,9 Prozent mussten gegenüber dem Vorquartal Erlösrückgänge hinnehmen. Auch hier war die Entwicklung im Frühjahr 2016 etwas ungünstiger. Diese gute Entwicklung spiegelt sich auch in der Betriebsauslastung wider: Im Berichtszeitraum lag sie mit 76,9 Prozent ebenfalls leicht über dem guten Wert des Vorjahres (76,2 Prozent). Gringel: „Derzeit sind über 45 Prozent der Handwerksbetriebe zu mehr als 80 Prozent ausgelastet.“

Beschäftigungsrückgang

Wegen der kälteren Jahreszeit gab es den üblichen Beschäftigtenrückgang, der jedoch sehr gering ausfiel. Während 79,3 Prozent der Betriebe ihren Personalbestand konstant hielten, berichteten 9,4 Prozent der Befragten von gestiegenen Mitarbeiterzahlen und 11,3 Prozent mussten mit weniger Personal auskommen.

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