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Bauen und Wohnen in Wiesbaden

Ganz Deutschland verzeichnet seit mehreren Jahren einen Immobilienboom. Das geht auch an Wiesbaden nicht spurlos vorbei. Die Preise für Häuser und Wohnungen steigen immer weiter. Da stellt sich die Frage, wie der Status Quo aussieht und vor allem, wie es weiter geht.

Volker Watschounek 4 Jahren vor 0

Gerade durch ihre Lage als beliebter Arbeits- und Wohnstandort, ist die Nachfrage nach Wohnraum in Wiesbaden enorm groß. Das bedeutet steigende Preise, sowohl für Miet- als auch für Kaufobjekte.

Zwischen 700000 und 2000000 Euro kostete in Wiesbaden im Jahr 2018 ein Ein- oder Zweifamilienhaus. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag somit bei 3700 Euro. Zum Vergleich waren es zu Beginn des Jahres 2017 erst 3400 Euro pro Quadratmeter. Dabei handelt es sich nur um Durchschnittswerte. Gerade in beliebten Wohnlagen liegen die Preise noch höher und kratzten schon 2018 an der Grenze zu 4700 Euro pro Quadratmeter. Demgegenüber waren die Preise in mittleren Wohnlagen fürs Bauen und Wohnen noch deutlich  moderater. Wie haben sich die Immobilienpreise seither entwickelt?

Immobilienpreise in Wiesbaden

Obwohl vor Jahren mit stagnierenden Preisen gerechnet wurde, sind die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Käufer müssen für Häuser in Wiesbaden mittlerweile durchschnittlich 3.850 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Bei Eigentumswohnungen sind es mit 3.550 zwar geringfügig weniger Euro, doch ein Anstieg ist auch hier zu beobachten. Besonders teuer sind Immobilien in der Riederbergstraße, wo Käufer durchschnittlich 6400 Euro pro Quadratmeter hinblättern müssen. In der Kappellenstraße sind es 5850 Euro und in der Fichtestraße 5450 Euro pro Quadratmeter, so die aktuellen Zahlen. Vergleichsweise günstig sind Immobilien dagegen in der Moritz-, Humboldt-, Erich-Ollenhauer-Straße und Am Medenbach mit jeweils unter 3.000 Euro pro Quadratmeter. Aber auch hier ist die Tendenz nach wie vor steigend. Alles in allem, liegt der Immobilienspiegel von Wiesbaden mit 3510 Euro pro Quadratmeter über dem Durschnitt von Hessen. Bundesweit beträgt der Durschnittspreis pro Quadratmeter aktuell 3.518 Euro.

Bauboom in Wiesbaden hält an

Angesichts der hohen Miet- und Kaufpreise für Bestandsimmobilien oder Neubauten und der niedrigen Zinsen, entschließen sich immer mehr Wiesbadener zum Bau eines eigenen Hauses. Der Bauboom ist in der Region seit mehreren Jahren ungebrochen. Das gilt auch für den gewerblichen Bereich. Investoren wittern hier ihre Chance auf attraktive Renditen. Dabei lassen sich vor allem zwei Trends erkennen: Einerseits spielt das ökologische Bauen eine immer wichtigere Rolle. Andererseits erfreuen sich Fertighäuser steigender Beliebtheit. Ein Trend, der deutschlandweit zu beobachten ist und auf den zahlreichen Vorteilen von Fertighäusern beruht.

Der Trend zum Fertighaus

Die Baukosten für ein Fertigheus liegen in der Regel deutlich unter denen eines vergleichbaren Massivhauses. Das ist vor allem angesichts der so hohen Immobilienpreise attraktiv. Ein Großteil des Budgets wird bei vielen Bauherren bereits für den Kauf des Grundstücks aufgewendet. Zudem bieten Fertighäuser die Möglichkeit sogenannter Eigenleistungen. Sie sind also in verschiedenen Ausbaustufen erhältlich und je mehr die Bauherren selbst machen, umso günstiger ist der Hausbau im Gesamten. Dadurch lassen sich bis zu sechsstellige Beträge sparen. Allerdings gibt es Arbeiten, die stets von einem Profi ausgeführt werden müssen, da ansonsten große Gefahren für die Bewohner lauern. Das gilt zum Beispiel bei Elektroinstallationen, deren Kosten also von Vornherein einkalkuliert werden müssen. Dementsprechend erlebt das Handwerk, vor allem eben im Bereich der Baubranche, bereits seit mehreren Jahren einen regelrechten Boom, wie die Zahlen beweisen.

Das ökologische Bauen und Smart Home stock.adobe.com © Romolo Tavani #81873311

Das ökologische Bauen und Smart Home stock.adobe.com © Romolo Tavani #81873311

Wie bereits erwähnt, liegt aber auch das ökologische Bauen zunehmend im Trend. Daher gibt es in Wiesbaden immer mehr Häuser, die beispielsweise eine eigene PV-Anlage auf dem Dach installiert haben, mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe oder anderen modernen Technologien ausgestattet sind. Dieser Anstieg resultiert aus dem Wunsch nach geringeren Kosten und mehr Unabhängigkeit im Bereich der Energieversorgung, aber auch aus den Fördermitteln, welche beispielsweise durch den Staat oder die KfW zur Verfügung stehen. Auch ein Trend zum Smart Home lässt sich beobachten, sprich in Neubauten – aber auch immer mehr Bestandsbauten – werden zunehmend intelligente Technologien verbaut. Auf dem Wiesbadener Schillerplatz kann zudem ein „Tiny Haus“ als Zukunftsvision besichtigt werden. Es soll verdeutlichen, wie die Wohntrends in Wiesbaden in einigen Jahren aussehen könnten.

Blick in die Zukunft

Zuletzt bleibt nur noch die Frage offen, wie sie die Immobilienpreise in Wiesbaden künftig entwickeln werden. An dieser Stelle kommt für alle Bauherren oder Immobilienkäufer die gute Nachricht: Erstmalig seit vielen Jahren hat der Immobilienindex gegen Ende 2019 eine Trendwende vorausgesagt. Demnach könnten die Immobilienpreise langsam zu sinken beginnen – oder sich zumindest auf dem aktuellen Niveau einpendeln. Ein erheblicher Preisverfall ist aber nicht zu erwarten. Das gilt zumindest, solange die Nullzinspolitik von der Europäischen Zentralbank weitergeführt wird. Bis mindestens Mitte des Jahres 2020 wird das noch der Fall sein. Anschließend dürfen Immobilieninteressenten auf langsam oder rasant sinkende Preise hoffen. Mit Sicherheit lässt sich das zum aktuellen Stand aber nicht sagen. So könnte das Preisniveau auch noch über mehrere Jahre weiterhin stabil bleiben. (Bild oben: stock.adobe.com © oxie99 #166915822)

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Die aktuelle Internetseite des Immobilienmakler Homeday mit aktuellen Durschnittspreisen finden Sie unter www.homeday.de.

 

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Geschrieben von

Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.