Literarisch-musikalisches Trio: Armin Nufer liest Ingeborg Bachmann, Malte Kühn spielt Hans Werner Henze, Sabine Gramenz singt.

Alles begann laut der Wochenzeitung Die Zeit mit einem Joke: 1952, bei einer Tagung der Gruppe 47 auf Burg Berlepsch, stellt sich die 26-jährige Ingeborg Bachmann dem gleichaltrigen Komponisten Hans Werner Henze als »Heimatschriftstellerin« vor.

Literaturhaus Villa Clementine, kurzgefasst

Literarisch-musikalischer Abend: Mit Texten von Ingeborg Bachmann und Musik von Hans Werner Henze“
Wann: Donnerstag, 7. September 2017, 19:30 Uhr
Wo: Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65183 Wiesbaden (Karte / Navigation)
Eintritt:
13,00 Euro an der Tageskasse, 10,00 Euro im Vorverkauf – ermäßigt 6,00 und 9,00 Euro

Karten gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Information oder bei TicketBox in der Galeria Kaufhof – und online www.wiesbaden.de/literaturhaus

Tags darauf hört Henze Bachmann ihre Gedichte: der Anfang einer Freundschaft. Im Literaturhaus liest der Schauspieler Armin Nufer am Donnerstag aus Werken der aus Klagenfurt stammenden Ingeborg Bachmann sowie aus dem Briefwechsel zwischen ihr und dem zeitweise in Wiesbaden lebenden Hans Werner Henze – Zeugnisse einer lebenslangen Freundschaft. Malte Kühn (Klavier) und Sabine Gramenz (Gesang) tragen die „Neapolitanischen Lieder“, die „Lieder von einer Insel“ und Musik aus Henzes Wiesbadener Zeit (1950) sowie den frühen italienischen Jahren vor.

„…illustre Bachstelze, liebe Eiche, liebste Wildente, liebe Nachtigall, liebe Sapphetta, mein kleiner armer Engel, meine Elsa, lieblichste Doktorin, allerliebste Zerbinetta,…“Hans Werner Henze

Ingeborg Bachmann und der in Gütersloh geborene Hans Werner Henze, beide Jahrgang 1926, stehen für charismatische, erfolgshungrige und künstlerisch äußerst einflussreiche Menschen. Beide wollten sich von aktuellen Kunstströmungen nicht einengen lassen, beide waren vom politisch restaurativen Klima in Deutschland und Österreich enttäuscht, beide liebten Italien.

„…illustre Jahrhundert-Närrin, liebster Irrwisch, Adorabilissima, meine Begnadete, meine liebe arme kleine Allergrößte …“ Hans Werner Henze

Henze zog im Frühjahr 1953 zuerst nach Ischia. Bachmann traf ihn im August in Neapel. Bachmann schrieb Libretti zu Henzes Opern „Der Prinz von Homburg“ und „Der junge Lord“, außerdem die lyrische Neufassung der Ballettpantomime „Der Monolog des Fürsten Myschkin“ (nach „Der Idiot“ von Dostojewski), zu der Henze die Musik kreierte. Henze komponierte auch die Musik zu Bachmanns Hörspiel „Die Zikaden“. 1957 schufen sie gemeinsam die „Nachtstücke und Arien“, 1964 die „Lieder von einer Insel“.

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