„Mein Vater hat es sich nicht nehmen lassen, am Heiligabend die Weihnnachtsgeschichte vorzulesen, das gehörte schon zum Ritual dazu.“

Gert-Uwe Mende ist am 15. Oktober 1962 ist in Bonn geboren. Nach dem Abitur studiert er in Göttingen neuere Geschichte, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre und absolviert danach ein Redaktionsvolontariat bei der Hessischen-Niedersächsischen Allgemeinen in Kassel. Dort bleibt er aber nur kurz, weil vom hessischen Innenministerium als Pressesprecher abgeworben wurde. Seit 1991 wohnt Mende in Wiesbaden und seit dem 2. Juli 2019 befindet sich sein Arbeitsplatz auf der anderen Seite des Schlossplatzes (Landtag) – im Büro des Oberbürgermeisters. Gert-Uwe Mende ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Landeshauptstadt Wiesbaden

Weihnachten im Walde (Fortsetzung),

Es darf euch niemand etwas zuleide tun!

Der Zwerg aber lenkte den Schlitten bis vor das Haus, in dem die drei Bauernbuben mit ihrem Schwesterlein wohnten. Als sie nahe herangekommen waren, rief er: Springinsfeld, nun läute, was du kannst! Und der Hirsch warf die Beine und sprang, dass die Glöckchen noch lauter klangen. Da öffnete sich ein Fenster an dem Bauernhaus. Die drei Buben blickten mit dem Schwesterlein heraus. Die Buben machten runde und erstaunte Augen, als sie die Zwerge mit den vielen Tieren erblickten. Das Schwesterlein aber rief hell und fröhlich: Seht ihr nun, dass es doch Zwerge gibt? Wie der Wind aber war der bunte Schwarm vorbei, und fast dachten die Kinder, sie hätten geträumt. Aber das Geläute der Glöckchen war noch von ferne zu hören.

Glänzende Sterne

Springinsfeld zog den Schlitten durch das ganze Dorf, und aus allen Fenstern blickten erstaunte und lachende Menschen. Dann kam der Zug auf einen freien Platz. Dort hielt der Zwerg den Schlitten an und stieg mit Frau Knorra aus. Beide stellten die kleine Tanne, die ängstlich und erwartungsvoll dreinblickte, in den Schnee. Die Vögel ließen sich nieder, und die Rehe und Hoppelmann hielten sich dicht bei Springinsfeld. Dann wurden alle ganz still, und einen Augenblick schien es, als ob das letzte Licht an der kleinen Tanne erlöschen wollte. Da deutete der Zwerg nach dem Himmel, und siehe, Frau Holle hatte die Wolkenbetten weggezogen, es schneite nicht mehr, und der ganze Himmel war voll glänzender, heller Sterne! Es regte sich kein Lüftchen, und doch zitterte das Licht an der Tanne, als ob es im Winde stehe.

Kummer und Herzeleid selig

Die Zwerge und die Tiere blickten hinauf zu den leuchtenden Sternen und warteten. Da zog eine Sternschnuppe eine glänzende Bahn über den weiten Himmel, und der Zwerg rief laut: Nun, du liebe Sonne im großen Weltraum, schickst du deinen wartenden Erdenkindern den ersten Gruß? Da glühten in den Zweigen der kleinen Tanne Lichter auf, nicht nur die vier, die sie verloren hatte, nein, mehr und immer mehr, bis der ganze Baum ein einziges Leuchten war. Und wieder zitterte die kleine Tanne, aber diesmal vor Glück. Und leise sprach sie: Ich stand in der Erde und hielt mich feste, breitete wie Arme die grünen Äste, nun trag’ ich nach Kummer und Herzeleid selig das schönste, das Weihnachtskleid!

Alle Welt feierte Weihnachten

Da fingen die Glocken an zu klingen, und die Menschen traten aus ihren Häusern und traten zur Tanne. Und alle wurden gut und rein und friedlich in ihren Herzen. Die Augen der Kinder leuchteten mit den Lichtern und den Sternen um die Wette. Dann fing ein alter Bauer an zu singen. Es war ein Weihnachtslied, das war alt und doch neu. Keiner hatte es vorher gekonnt, und nun konnten es plötzlich alle und sangen mit. Und die Glocken schwangen, und die Menschen sangen, und die Vögel fielen ein, und alle Welt feierte Weihnachten.

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder
kommt das Christuskin
auf die Erde nieder,
wo wir Menschen sind.

Kehrt mit seinem Segen
ein in jedes Haus,
geht auf allen Wegen
mit uns ein und aus.

Sagt den Menschen allen,
Dasein Vater ist,
dem sie Wohlgefallen,
der sie nicht vergisst.

Steht auch mir zur Seite
stillend unerkannt,
dass es treu mich leite
an der lieben Hand.

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