Winzer Stefan Keßler,

… er ist Winzer durch und durch. Seit mehr als 250 Jahre wird in der Familie von Generation zu Generation die Tradition des Kelterns weiter gereicht –und so wie Stefan Keßer es von seinem Vater übernommen hat, werden seine Kinder irgendwann in die Fußstapfen des Urahns Carolus Keßler treten. Als junger Mann hatte er sich im 19. Jahrhundert in Martinsthal im Rheingau niedergelassen hat und das Weingut Keßler aufgebaut.

Weihnachten im Walde (Fortsetzung),

… noch einen Knicks, sagte Gute Nacht und flog nach Hause.

Wenige Tage vor Weihnachten stieg Knurz noch einmal auf die hohe Eiche und pfiff erneut nach den Vögeln. Wieder kamen sie angeflattert, große und kleine, und setzten sich in den Wipfel der Eiche und in die Zweige der benachbarten Bäume. Sie hörten Knurz mit großen Augen erwartungsvoll zu. Da waren wieder die Meisen und die Finken, der Specht und die wilden Tauben, das Rebhuhn und der Sperber, die Eule und die Krähe und die vielen, vielen Sperlinge.

Sonnenwende

Gibt es wieder ein Frühstück? wollten die Spatzen vorlaut wissen. Als alle versammelt und still geworden waren, sprach Knurz: Ihr lieben Vögel! Nun dauert es nur noch wenige Tage, bis das große Fest kommt. Kurz vorher wird der kürzeste Tag des ganzen Jahres sein. In der Nacht, die diesem Tage folgt, kommt der Sonnenschein zu uns zurück. Von dieser Nacht an wird es jeden Tag ein bisschen heller und ein wenig wärmer werden. Ein wenig nur, und dann kommt das große Fest. Der Tag wird wieder etwas länger sein. Wir werden es kaum sehen und fühlen. Dann kommt die Zeit, wo der Winter vergangen ist und ein neuer Frühling erwacht. Deshalb sollt ihr am längsten Abend zu mir kommen, und wir wollen die Nacht der Sonnenwende feiern. Schlaft euch alle vorher recht gut aus, denn in der längsten Nacht dürft ihr nicht müde werden. – Wir kommen alle! riefen die Vögel, breiteten ihr Flügel aus und schwirrten fröhlich davon. Und dann stieg der Zwerg vom Baume und ging zu Hollepmann um ihn zu Springinsfeld und zu den Rehen zu senden, dasss sie auch in der längsten Nacht zum Zwergenhaus kommen sollten.

3. Advent

Dann ging der Zwerg nach Hause. Als er zur Tanne kam, rief diese klagend: Vier Lichter fielen in meine Äste, ich stand ganz stille und hielt sie feste, drei sind mir erloschen, ich trauere und weine, ich hüte mit Sorgen das letzte, das eine, ich hatte die Lichtlein so lieb wie mein eigenes Leben, sprich Zwerg, wer kann sie mir wiedergeben? Die Sonne, kleine Tanne, antwortete der Zwerg feierlich. Wenn du tapfer genug bist, um einen großen Schmerz zu erleiden, sollst du alle Lichter wiederhaben. Dann – alles will ich gern erleiden, wenn meine Lichter wiederkommen! rief die Tanne. Aber was muss ich tun? – Hüte dein letztes Licht und warte bis zum letzten Abend. Weiter sagte der Zwerg nichts. Dann ging er ins Haus. Die kleine Tanne aber wartete vor Sehnsucht auf das große Fest, an dem die Sonne wieder zu der Erde kommen und das Licht siegen würde.

(Fortsetzung 21. Dezember 2018)

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