Lehrerin Inga Heisig-Bunas,

eine Wiesbadenerin wie wir und ihr. Für sie gibt es nichts schöneres als ihren Heimatstadt und er sie geboren und groß geworden ist. Nur zum Studium hat Sie es nach Frankfurt gezogen, eine Art Fernstudium mit Wohnsitz in – Wiesbaden, wo sonst. Das kann man ruhig so sagen, als wissensdurstige Lehrerin gehört für sie das Reisen und Kennenlernen doch auch unbedingt zum Leben. Der Rest ihrer wenigen Freizeit ist mit Familie, Freunden und Politik belegt. Zusammen mit den Schülern David und David begleitet sie uns auf ein, zwei oder auch drei Runden Riesenrad.

Weihnachten im Walde (Fortsetzung),

… und putzte und rieb sich die Nase, bis das hässliche Zeug fort war.

Einmal, es war spät am Abend kam die Elster aufgeregt angeflogen. Sie trug im Schnabel einen Silberfaden Was willst du denn so spät abends noch. Es ist schon längst Schlafenszeit Ich kann doch nicht einschlafen, sagte die Elster, bis ich euch alles erzählt habe was ich heute erlebte.

Stadtgeschichten

Ich war wieder in der Stadt und habe wunderbare Dinge gesehen. Da gibt es Straßen, die am Abend hell werden, weil die Häuser riesengroße Fenster haben und aus den Fenstern Licht dringt. Wenn man in diese Fenster blickt, sieht man Dinge, so schön und glänzend, das einem fast die Augen anfangen zu Weinen. Die Menschen stehen davor und schauen sie an und staunen. Manche gehen zu den Türen hinein und bringen die schönen Dinge, in Paketen verpackt, mit heraus. Und ein Fenster sah ich, davor standen Kinder, die drückten die Nasen ganz fest an die Scheiben, um alles sehr genau sehen zu können. Was gab es da aber auch für Herrlichkeiten. Pferde aus Holz, Puppen, große und kleine, bunte Bälle, und in der Mitte fuhr eine Eisenbahn umher. Wisst ihr, wie sie draußen vor dem Wald durch die Felder fährt, aber so winzig klein, dass jeder Wagen in eine Menschenhand passt. Trommeln und Trompeten sah ich auch, und Kinder standen und schauten und wollten nicht mehr fort.

Was hat das zu bedeuten

Ich saß auf einem Baum am Straßenrand und blickte hinab auf das Menschengewimmel. Alle Menschen schienen in Eile zu sein. Trotzdem, ihre Gesichter schienen vergnügt und zufrieden. Am Straßenrand stand ein Mann, der hatte große Pakete silbernen Fäden in seinem Korb und rief immer: „Kauft Leute, kauft!“ Da blieben die vorübereilenden stehen und gaben dem alten Mann Geld und nahmen sich die silbernen Fäden mit. Der eine fiel herab, und der  Mann hob ihn nicht auf. Da flog ich rasch hin und nahm ihn mir und habe ihn euch mitgebracht. Sage, Zwerg Knurz, was bedeutet das alles? Warum sind die Menschen so fröhlich? Warum sind die Fenster so hell, und warum gib es jetzt so viele schöne Dinge zu sehen? Und warum die silberne Fäden?“ 

Alles Geheimnisse

Die Elster hatte so rasch gesprochen, dass sie kaum Atem schöpfen konnte und hüpfte nun aufgeregt im Stübchen umher, knickste und blickte den Zwerg erwartungsvoll an. Der aber lächelte. Alles Geheimnisse, alles geheimnisse, liebe Elster, sprach er. Aber lass nur die paar Tage noch vorübergehen, dann sollst du alles erfahren, wonach du mich jetzt fragst. Wenn das große fest da ist, dann fliege noch einmal in die Stadt, und blicke durch die Fenster in die Wohnungen der Menschen, dann wirst Du es sehen. Ich kann es wirklich kaum noch erwarten, sagte die Elster. Dann machte sie noch einen Knicks, sagte Gute Nacht und flog nach Hause.

(Fortsetzung am 20. Dezember)

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