Im direkten Duell zweier Aufstiegsanwärter will der SVWW wichtige Punkte im Rennen der 3. Liga holen.
Der SV Wehen Wiesbaden reist am 29. Spieltag der 3. Liga zum direkten Tabellennachbarn TSV 1860 München. Anpfiff im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße ist am Samstag um 16:30 Uhr. Für den SVWW wartet ein echtes Verfolgerduell – mit viel Tempo, Emotionen und einer Atmosphäre, die Spiele schnell kippen lässt.
Cheftrainer Daniel Scherning erwartet ein intensives Duell zweier Teams, die im Saisonendspurt um die vorderen Plätze kämpfen. „Wenn wir oben dranbleiben wollen, müssen wir auswärts punkten“, sagt der Trainer im Spieltagsinterview. Nach zuletzt zwei Auswärtsspielen ohne überzeugende Leistung will Wiesbaden diesmal von Beginn an hellwach auftreten.
Personallage beim SVWW
Im Kader zeichnet sich leichte Entspannung ab. Torwart Kevin Broll hat seinen Magen-Darm-Infekt überstanden und steht wieder zur Verfügung. Auch Robin Kalem kehrt nach seinem Muskelfaserriss in der linken Wade zurück und kann wieder eine Option werden.
Kurzfristig entscheidet sich noch, ob Donny Bogicevic und Ole Wohlers spielen können. Beide kämpfen weiterhin mit muskulären Problemen. Definitiv fehlen dagegen Simon Stehle und Florian Stritzel, die weiterhin mit Muskelverletzungen aussetzen müssen.
Außerdem muss der SVWW auf zwei gesperrte Spieler verzichten: Florian Hübner fehlt nach seiner fünften Gelben Karte, Niklas May nach seiner Roten Karte gegen Saarbrücken. Scherning sieht dennoch genug Qualität im Kader. „Die Führungsrolle müssen mehrere Spieler übernehmen“, betont der Coach.
Respekt vor 1860 München
Der Trainer blickt mit großem Respekt auf den Gegner. Für Scherning gehört der TSV 1860 München zu den stärksten Teams der Liga. „1860 hat für mich Aufstiegsqualität“, sagt er. Unter Trainer Markus Kauczinski (ehemals Trainer des SVWW) habe sich die Mannschaft stabilisiert, verteidige kompakt und schalte schnell um.
Auch die Kulisse im traditionsreichen Stadion an der Grünwalder Straße könnte eine Rolle spielen. Die Atmosphäre sei intensiv, sagt Scherning – doch genau dort wolle seine Mannschaft Ruhe bewahren und ihr Spiel durchziehen.
Fokus auf Konzentration und Standards
In der Trainingswoche arbeitete der SVWW vor allem an der Balance zwischen Risiko und Stabilität. Ballverluste im eigenen Spielaufbau sollen reduziert werden, da sie gegen ein konterstarkes Team wie 1860 schnell gefährlich werden können. Gleichzeitig setzt Wiesbaden auf mehr Tiefe im Angriffsspiel. Zudem trainierte das Team intensiv Standardsituationen, die in engen Spielen häufig den Unterschied machen.
Die Ausgangslage verspricht Spannung. Beide Mannschaften kämpfen im letzten Saisondrittel um eine gute Position im Aufstiegsrennen. Für den SVWW gilt daher: Punkte aus München mitnehmen und im Rennen bleiben.
Archivfoto – Der SVWW, bei Standards stets gefährlich. ©2026 Volker Watschounek
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Der Manschafts-Kader des SVWW zur Saison 2025.2026.
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Erstveröffentlichung: 12.03.2026



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