Neurologe Dr. Martin Liebetrau,

seit dem 01. Januar gibt es am St. Josefs-Hospital eine Station, auf der neurologische Erkrankungen diagnostiziert und therapiert werden. Geleitet wird die vor zwei Jahren gegründete Station von dem 48-jährigen Neurologen und Notfallmediziner Dr. Martin Liebetrau. Als Zugezogener ist er in Wiesbaden kein Unbekannter: Zwischen 2004 und 2012 arbeitete der gebürtige Niedersachse in den Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken (HSK). Er sieht seinen alten Arbeitgeber nicht als Konkurrenz, sondern insbesondere wenn es um neurologische Operationen gehe, als Partner.

Weihnachten im Walde (Fortsetzung),

… Hüte dein letztes Licht. Und dnun begann die letzte Woche vor Weihnachten.

So dunkel und so kurz waren die Tage im ganzen Jahr nicht gewesen. Die Tiere saßen jetzt oft nur noch in ihren geschützten Wohnungen und gingen allenfalls hinaus um Futter zu suchen. Oft aber suchten sie vergeblich – erinnerten sich – und machten sich auf den Weg zum Zwergenhaus. Dort lockte gutes, reichliches Futter. Dort wärmte ein warmes Herdfeuer. Und immer schimmerte ihnen kleine Tanne, mit ihrem letzten Licht von weitem entgegen. Während alle anderen Bäume in ihrem Winterkleide wie gestorben aussahen trug die Tanne unter ihrem weißen Mäntelchen das grüne Kleid, das sie im Sommer getragen hatte. Wenn Tiere vorbeikamen, dann war es ihnen immer, als sei die grüne Tanne mit ihrem Licht ein Zeichen, dass der fröhliche Sommer und der liebe Sonnenschein wiederkommen würde.

Alles geschieht für das großer Fest

Dergleichen tat unser Zwerg geheimnisvolle Arbeit. Er hatte sich hinter seinem Haus einen Sägebock und eine Hobelbank aufgestellt. Mittags, sägte und hobelte er, dass es durch den Wald schallte. Wenn Tiere kamen und ihn fragten, woran er denn so fleißig arbeite, schickte er sie weg: „Das ist mein Geheimnis.“ – „Alles was in dieser Zeit getan wird, heimlich und voller Freude, geschieht für das große Fest. Wenn der Tag gekommen ist, werde ihr es sehen.“

Holzteile in verschiedenen Formen

Der kleine Hoppelmann, der schon längst wieder fitt und gesund war, konnte es vor Neugierde kaum erwarten. Einmal, als der Zwerg auf einen Augenblick von seiner Arbeit fort gegangen war, hüpfte er zu Sägebock und Hobelbank. Er betrachtete und beschnupperte alles, was da lag und stand. Er fand aber weiter nichts als Holzteile in verschiedenen Formen, schön sauber und geglättet. Auf der Hobelbank lag auch ein Brett, das sonderbar roch. Er schnupperte näher und dann – pfui! – hatte er das Näschen voll Leim! Im nur sprang er weg, in den nächsten Winkel und putzte und rieb sich die Nase, bis das hässliche Zeug fort war.

(Fortsetzung am 19. Dezember)

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