Bald schon müssten Schüler zu den Abiturprüfungen antreten. Wegen der hohen Infektionszahlen hat Hessen die Prüfungen verlegt – nach Ostern.

Die zentralen Abschlussprüfungen sind eine historische Errungenschaft für die  Schüler, erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz am Freitag in Wiesbaden. Indem das Land in der Corona-Pandemie daran festhalte, garantiere es die Qualität aller Abschlüsse. Bereits am Donnerstag habe das Kultusministerium die weiterführenden Schulen über die Anpassungen informiert, so Lorz.

„Das hessische Kultusministerium gewährleistet für alle Schüler faire, einheitliche und rechtssichere Prüfungsbedingungen. Damit gibt Hessen Eltern und Lehrkräften in dieser herausfordernden Zeit vor allem eines: Planungssicherheit bis zum Prüfungsstart.“ – Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz

Sowohl für den Haupt- als auch für den Nachtermin der schriftlichen Abiturprüfungen wird den Schulen in jedem Prüfungsfach vom Kultusministerium ein zusätzlicher Aufgabenvorschlag zur Verfügung gestellt. Damit hat jeder Lehrer die Möglichkeit, seine Aufgaben thematisch besser an das Niveau der Schüler anzupassen. Die Prüflinge erhalten dann – wie in den vergangenen Jahren auch – mehrere Aufgabenvorschläge, aus denen sie wählen können. Auch Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen werden diesmal wie Hessen das Zentralabitur mit zusätzlichen Aufgaben in den Prüfungsfächern zur Vorauswahl durch die Lehrkräfte ausführen.

„Mit uns wird es keinen ‚Abschluss light‘ geben.“ – Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz

Schon im vergangenen Jahr hatte das Kultusministerium festgelegt, dass die schriftlichen Prüfungen im Landesabitur 2021 erst nach den Osterferien stattfinden werden. Damit wurde ein zusätzlicher Zeitraum von zwei Monaten geschaffen, den Lehrkräfte gemeinsam mit ihren Schülern zum Nacharbeiten und Vertiefen prüfungsrelevanter Unterrichtseinheiten genutzt haben.

„Wir möchten das Niveau nicht herabsetzen und bekennen uns klar zu den hohen Qualitätsanforderungen des hessischen Landesabiturs.“ – Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz

Die zentralen Abiturprüfungen finden in diesem Jahr vom 21. April bis 5. Mai statt. Für den Nachtermin ist die Zeit vom 18. Mai bis 2. Juni vorgesehen.  Alle Anpassungen verfolgten das Ziel, sicherzustellen, dass sich alle Schüler trotz der herausfordernden Bedingungen bis zum Beginn der schriftlichen Abiturprüfungen fundiert vorbereiten können.

Auch die Schüler der Fachoberschulen werden gut vorbereitet in ihre Abschlussprüfungen gehen können. Dafür hat das Kultusministerium analog zu den Regelungen zum Landesabitur mit mehreren vorsorglichen Maßnahmen gesorgt. Dazu zählt zum Beispiel, dass auch die Lehrkräfte in der Fachoberschule die Möglichkeit erhalten, eine Vorauswahl zwischen verschiedenen Aufgabenvorschlägen zu treffen.

„Durch die Verschiebung der Abschlussprüfungen geben wir Schülern und Lehrkräften mehr Zeit zur gemeinsamen Prüfungsvorbereitung und sorgen einmal mehr für einen vollwertigen Abschluss.“ – Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz

Nicht nur für das Landesabitur, sondern auch für die zentralen Abschlussprüfungen in den Bildungsgängen der Haupt- und Realschule sind Anpassungen vorgesehen: Um den Schülern mehr Zeit zur Vorbereitung zu geben, werden die Abschlussprüfungen um drei Wochen nach hinten verschoben. Der Haupttermin findet nun vom 7. bis 11. Juni statt, die Nachprüfungen vom 21. bis 23. Juni. In den letzten Wochen vor der Prüfung soll der Unterricht auf die Prüfungsfächer konzentriert werden. (Symbolfoto Gerhard G. auf Pixabay)

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Die offizielle internetseite des Hessischen Kultusministeriums finden Sie unter kultusministerium.hessen.de.

 

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